Trumps Strafzölle

Wer besonders betroffen ist

(AFP). Eben noch schien die Handelswelt zumindest in Nordamerika wieder in Ordnung: US-Präsident Donald Trump brachte am Donnerstag die Ratifizierung des neuen Handelsabkommens USMCA mit Kanada und Mexiko auf den Weg. Doch nur Stunden später verschickte der Präsident via Twitter die nächste Hiobsbotschaft: Er will bis zu 25 Prozent Strafzölle auf mexikanische Importe erheben. Davon wären auch deutsche Autobauer betroffen.

Mexiko ist für viele Autohersteller die verlängerte Werkbank auf dem nordamerikanischen Kontinent. Die Autobauer können ihren Arbeitern dort bei ähnlicher Qualifikation etwa ein Viertel der Löhne ihrer US-Kollegen zahlen. Wegen dieses Kostenvorteils ist Mexiko laut der Welthandelsorganisation (WTO) mittlerweile der viertgrößte Autoexporteur der Welt hinter Deutschland, Japan und den USA.

VW baut in Mexiko

Zu den Herstellern, die in Mexiko produzieren, gehören die US-Autokonzerne Ford und General Motors, außerdem der US-italienischen Autobauer Fiat Chrysler, die asiatischen Hersteller Baic, Honda, Kia, Mazda, Nissan und Toyota sowie die deutschen Konzerne Volkswagen und BMW.

Am stärksten betroffen wäre Volkswagen. Der Konzern lieferte vergangenes Jahr 638 300 Autos in den USA aus. Rund die Hälfte davon (301 200) kamen aus Mexiko. Mercedes wäre nur mittelbar durch höhere Preise für Autoteile aus Mexiko betroffen. Bei BMW ist hingegen gerade die Produktion der 3er-Serie im neuen mexikanischen Werk in San Luis Potosí angelaufen.

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