Berlin sieht keinen Grund für Lockerungen

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Berlin- Während die Infektions- und Todeszahlen auch in Deutschland weiter steigen, hält die Debatte über einen Ausstieg aus den Beschränkungen des Alltagslebens an. Sorgen bereiten immer mehr Infektionen und Todesfälle in Alten- und Pflegeheimen. Der Virologe Christian Drosten spricht von einer neuen Phase in der Epidemie. Im Übrigen war auch ein dritter Test auf das Coronavirus bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) negativ.

Die deutsche Wirtschaft werde 2020 deutlich schrumpfen, heißt es in einem gestern vorgelegten Sondergutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Unterdessen ist auch in Hessen der Andrang auf staatliche Soforthilfen für kleinere Betriebe mit Finanznot riesig.

Eine Woche nach ihrer Einführung ist kein schnelles Ende der Kontaktbeschränkungen in Sicht. "Wir brauchen alle Maßnahmen unvermindert", betonte am Montag Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. In Deutschland sind bis Montagnachmittag 61 296 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor. Besonders hohe Zahlen hat Bayern mit 14 437 nachgewiesenen Fällen und 133 Toten. Mindestens 512 mit SARS-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. In den Krankenhäusern werden momentan rund 7000 Menschen mit Covid-19 behandelt. Davon befinden sich rund 1500 Patienten auf Intensivstationen, von denen etwa 1100 beatmet werden müssen. Das teilte die Deutsche Krankenhausgesellschaft mit. Intensivmediziner sprachen sich dafür aus, Patienten über Deutschland zu verteilen.

Schule im Mai?

Bis die ersten Schulen in Deutschland wieder öffnen, wird es nach Einschätzung von Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery noch eine Weile dauern. "Wenn sich die Zahlen weiter so entwickeln, sollten wir im Mai damit rechnen können, dass Schulen wieder aufmachen in Regionen, die nicht extrem belastet sind", sagte Montgomery.

Von den etwa 200 000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandeten Deutschen sind 175 000 wieder zu Hause.

Nur kurz nach der Verabschiedung der Hilfspakete wird der Ruf nach weiteren Maßnahmen laut. Der Handelsverband Deutschland forderte schnelle Hilfen für mittelständische Händler. dpa

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