Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier schlägt Geld und günstigen Strom für Windkraft-Kommunen vor. FOTO: DPA
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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier schlägt Geld und günstigen Strom für Windkraft-Kommunen vor. FOTO: DPA

Bald Windprämien?

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Berlin- Geld für Kommunen und günstigen Strom für Anwohner: Damit will Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) den Widerstand gegen neue Windräder dämpfen. Die Vorschläge sollen helfen, den stockenden Ausbau der Windkraft an Land wieder in Gang zu bringen. Altmaier schlägt eine verpflichtende Zahlung von Betreibern neuer Windenergieanlagen an die Standortkommunen vor. Ob die Betreiber zusätzlich den Bürgern vergünstigte Stromtarife anbieten, sollen sie selbst entscheiden. Zunächst wollte die schwarz-rote Koalition Kommunen über einen höheren Grundsteuersatz von Windparks profitieren lassen. Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat forderte eine andere Lösung - und verlangte, dass auch Bürger etwas davon haben sollen, wenn bei ihnen Windräder gebaut werden. Bisher profitieren Landwirte von Pachtzahlungen, wenn ein Windrad auf ihrem Acker steht. Konkret sollen Betreiber von Windparks nach dem Vorschlag für neue Anlagen jedes Jahr eine Abgabe an die Gemeinde zahlen oder dies jedenfalls anbieten - mindestens 0,2 Cent pro Kilowattstunde. Widerstand von Anwohnern ist eines der großen Hindernisse für einen schnelleren Windkrafta usbau, neben Klagen etwa wegen des Naturschutzes und langen Genehmigungsverfahren. Bei Bürgerinitiativen stießen die Pläne auf Kritik: Man könne mit Bürgerstromtarifen keine Akzeptanz kaufen, so die Initiative Vernunftkraft. dpa

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