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Balance zwischen Meinungsfreiheit und Zensur

  • vonDPA
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Zum Umgang von Facebook und Twitter mit Falschinformationen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie meint die " Neue Zürcher Zeitung " am Mittwoch:

"Facebook und Twitter haben kürzlich bekannt gegeben, dass sie ein Video des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro gesperrt haben. Bolsonaro hatte behauptet, es gebe ein Medikament, das überall gegen das neuartige Coronavirus helfe. Doch dessen Nutzen ist umstritten und noch nicht nachgewiesen. Das macht Bolsonaros Aussage zu einer potenziell gefährlichen Falschinformation. Vor allem für Facebook ist das Löschen von Bolsonaros Video gemessen an ihren bisherigen Standards eine überzogene Reaktion. Das Unternehmen hat im Hinblick auf Politiker immer auf den Aspekt der Meinungsfreiheit gepocht. …

Weniger angreifbar würde sich Facebook machen, wenn es Beiträge wie jenen von Bolsonaro nicht einfach löschen, sondern diese zum Beispiel farbig kennzeichnen würde. Dazu könnten die Fakten- checker Hinweise mit offiziellen Empfehlungen der Gesundheitsbehörden dazustellen. Somit müsste keine Zensur stattfinden, und die Facebook-Nutzer könnten sich ihr eigenes Bild machen."

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