Der Bedarf an Pflegekräften steigt. Deshalb wird auch versucht, Personal im Ausland anzuwerben. Doch auch hier kommt nun Corona in die Quere. FOTO: DPA
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Der Bedarf an Pflegekräften steigt. Deshalb wird auch versucht, Personal im Ausland anzuwerben. Doch auch hier kommt nun Corona in die Quere. FOTO: DPA

Anwerbung stockt

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Berlin- Wegen der Corona-Krise ist die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte ins Stocken geraten. Im Sommer vor einem Jahr hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) entsprechende Initiativen im Kosovo, auf den Philippinen und in Mexiko gestartet, weil in Deutschland Fachkräfte in der Pflege fehlen. Aufgrund der Pandemie seien die Maßnahmen zur Anwerbung auf den Philippinen und in Mexiko derzeit auf unbestimmte Zeit unterbrochen, teilte das Gesundheitsministerium mit. "Ursprünglich war ab dem zweiten Quartal 2020 die Einreise der ersten zusätzlich angeworbenen Pflegefachkräfte vorgesehen."

Eine Einreise aus dem Kosovo und weiteren Westbalkan-staaten nach Deutschland sei auch aktuell grundsätzlich möglich. Amtliche Zahlen über die Zuwanderung von Pflegefachkräften aus den drei genannten Ländern gibt es nach Ministeriumsangaben für 2019 und 2020 noch nicht.

In der Pflege arbeiten laut Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 1,7 Millionen Menschen, fast 40 000 Stellen sind aber unbesetzt. In der Altenpflege dauere es 205 Tage, um eine freie Stelle mit einer Fachkraft zu besetzen, in der Krankenpflege 174 Tage. Zudem gingen etwa 40 Prozent des heutigen Fachpersonals in den nächsten zehn bis zwölf Jahren in Rente, sagte Peter Tackenberg, der stellvertretende Geschäftsführer des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe, unter Berufung auf Auswertungen der Pflegeberufekammern. dpa

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