Anklage fordert hohe Haftstrafen für Neonazis

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Dresden- Sie wollten gegen Linke, "Parasiten" oder "Merkel-Zombies" vorgehen und landeten auf der Anklagebank: Im Prozess gegen die rechtsextreme Gruppierung "Revolution Chemnitz" hat die Bundesanwaltschaft für die acht Angeklagten Haftstrafen zwischen drei und fünfeinhalb Jahren gefordert.

Die Anklagevertretung sah am Donnerstag am Oberlandesgericht Dresden den Beweis erbracht, dass sich die Männer im Alter zwischen 22 und 32 Jahren der Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung schuldig gemacht haben. Bei fünf Beschuldigten kam zudem schwerer Landfriedensbruch hinzu, bei einem noch eine Körperverletzung.

Die Vertreter der Anklage attestierten allen Beschuldigten erneut eine nationalsozialistische Gesinnung. In einem Chat tauchte unter anderem das Foto eines Stückes Seife mit der Anmerkung: "Anne Frank mit 15" (Jahren). "Das zeigt, wessen Geistes Kind sie sind", sagte die Rechtsanwältin eines Nebenklägers. dpa

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