Afroamerikaner besonders betroffen

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Washington/London- Die US-Regierung hat eingeräumt, dass das Coronavirus Afroamerikaner besonders stark trifft. "Wir sehen starke Anhaltspunkte dafür, dass Afroamerikaner in weitaus größerem Umfang betroffen sind als andere Bürger unseres Landes", sagte US-Präsident Donald Trump während einer Pressekonferenz am Dienstag (Ortszeit). In einigen Tagen werde man entsprechende Statistiken dazu veröffentlichen.

Die "Washington Post" berichtete am Dienstag, dass mehrheitlich afroamerikanische Landkreise teils dreimal so viele Infektionen und fast sechsmal so viele Todesfälle vermeldeten wie Landkreise, in denen weiße Amerikaner in der Mehrheit seien.

Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, führte dies auf derselben Pressekonferenz auf eine "Verschlimmerung eines Gesundheitsgefälles" zurück. Erkrankungen wie Herzkrankheiten und Diabetes seien bei den Afroamerikanern häufiger zu verzeichnen als bei anderen Gruppen, sagte Fauci.

Fallzahlen in Großbritannien steigen dramatisch

In London berichtet Finanzminister Rishi Sunak unterdessen, der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Boris Johnson habe sich gebessert. "Der Premierminister bleibt in Intensivbehandlung, wo sich sein Zustand verbessert", sagte Sunak in einer Pressekonferenz am Mittwochabend in London. Außerdem habe sich Johnson im Bett aufsetzen können und habe "positiv" mit dem medizinischen Team interagiert.

Zuvor hatte auch der Regierungssitz Downing Street mitgeteilt, Johnson sei "klinisch stabil" und die Behandlung schlage an. Er werde weiterhin auf der Intensivstation behandelt und sei gut gelaunt.

Die Zahl der Todesfälle durch die Coronavirus-Pandemie in Großbritannien stieg unterdessen weiter dramatisch an. Bis Dienstagabend wurden dort 938 neue Todesfälle verzeichnet, wie das Gesundheitsministerium in London mitteilte. Insgesamt stieg die Zahl der Toten damit auf mehr als 7000.

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