Um den 20. November herum kann es Schneefall bis ins Tiefland geben - das heißt, dass es auch in Berlin, Hamburg und vielleicht sogar in Kiel weiß wird. (Symbolbild)
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Um den 20. November herum kann es Schneefall bis ins Tiefland geben - das heißt, dass es auch in Berlin, Hamburg und vielleicht sogar in Kiel weiß wird. (Symbolbild)

Wetter-Experte nennt Datum

Wintereinbruch in Deutschland: Noch im November 20 Zentimeter Schnee

  • Luisa Weckesser
    VonLuisa Weckesser
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Schnee pünktlich zum ersten Advent? Klingt wie ein Wintertraum, könnte in diesem Jahr aber Wirklichkeit werden. Wetter-Experte Jan Schenk verrät, warum das so ist.

Gießen – Aktuell herrschen noch eher milde Temperaturen in Deutschland – das Wetter kann sich aber schlagartig ändern. Das sogenannte „Azorenhoch“ über dem Atlantik wird nun nämlich stärker. Der Jet ändert seine Lage, weil er von dem Hochdruckgebiet abgedrängt wird.

In der Folge ziehen ein bis zwei Tiefdruckgebiete über Deutschland hinweg und auf der Rückseite gelangt eiskalte Polarluft über die Nordsee zu uns. Eigentlich eine klassische Winterlage. „Genauso stellen sich Meteorologen den Beginn des Winters vor“, sagt Wetterexperte Jan Schenk von weather.com. Nachdem Tief Nael dem Wetter in Deutschland Schnee und Frost beschert hatte, sind die Erwartungen bei Winter-Fans hoch.

Um den 20. November herum müssen wir also schon damit rechnen, dass es Schneefall bis ins Tiefland gibt – das heißt, dass es auch in Berlin, Hamburg und vielleicht sogar in Kiel weiß wird. Im Süden soll es laut Schenk sogar sehr viel Schnee sein. Wieviel genau, könne man noch nicht sagen, aber im Stau der Gebirge solle man rund 20 Zentimeter Neuschnee erwarten. Es könnte also schon fast zum Schlittenfahren reichen.

Winter-Wetter in Deutschland: Kommt der Schnee schon pünktlich zum 1. Advent?

Um den 20. November herum können wir also mit dem Winter rechnen. Das ist laut Schenk fast schon ein wenig früh. Die Klimamodelle rechnen eigentlich erst im Dezember mit der deutlichen Abkühlung in Deutschland. Einige mittelfristige Wettermodelle favorisieren aber auch eine kalte, letzte Novemberwoche.

Es kann also sehr gut sein, dass zum 1. Advent (28. November 2021) noch Schnee liegt. Wie es danach weitergeht sei allerdings noch vollkommen offen. Aus der Erfahrung der vergangenen Jahre und Jahrzehnte könne man aber sagen, dass es unwahrscheinlich ist, dass der Schnee ununterbrochen von Ende November bis Weihnachten liegen bleibt.

Wahrscheinlicher sei es, dass im Dezember erst nochmal eine mildere Phase kommt, ehe es dann vielleicht wochenlang sehr kalt bleibt.

Wintereinbruch in Deutschland: Wettermodelle können sich schnell ändern

Wettermodelle können sich bekanntlich schnell ändern oder liegen gar ganz daneben. Eine robuste Prognose über fünf Tage hinaus muss also gut begründet sein. Diesmal sei das aber anders, betont der weather.com-Meteorologe Schenk: „Alle großen Wettermodelle, also das US-Amerikanische, das Britische, das Deutsche, das Europäische und das Kanadische Wettermodell zeigen alle das Gleiche.“

Eine gewisse Unschärfe räumt Schenk dennoch ein, doch die Prognose sei sehr wahrscheinlich zutreffend. Der Schneefall könnte sich jedoch um ein und zwei Tage verschieben, der Trend am 20. November sei trotzdem eindeutig. Höchste Zeit, die Winterreifen noch einmal zu checken, damit Sie bei Schnee und Eis sicher unterwegs sind. (Luisa Weckesser)

Schnee, Frost und eisige Kälte - einige Wetterprognosen gehen davon aus, dass Deutschland in diesem Jahr ein La-Niña-Winter droht.

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