Viele Menschen haben vor dem Zooeingang Trauerkerzen angezündet und Blumen abgelegt. FOTO: DPA
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Viele Menschen haben vor dem Zooeingang Trauerkerzen angezündet und Blumen abgelegt. FOTO: DPA

Zoo wieder geöffnet

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Krefeld (dpa). Der Krefelder Zoo hatte am Freitagmorgen, zwei Tage nach dem verheerenden Brand im Affenhaus, wieder geöffnet. Vor dem Gelände und an der Absperrung zu dem ausgebrannten Gebäude hätten trauernde Besucher wieder Blumen niedergelegt, berichtete eine Sprecherin. Für die anhaltenden Beileidsbekundungen will der Zoo ein Kondolenzbuch auslegen und eine provisorische Gedenkstätte einrichten. Seit dem Unglück bringen Menschen Blumen, brennende Kerzen und Briefe.

Nach dem verheerenden Brand bot nun auch der Rostocker Zoo seine Hilfe an. "Wir werden schauen, inwieweit wir im Rahmen unserer Nachzucht mit Tieren, zum Beispiel Orang-Utans, helfen können", sagte Zoodirektor Udo Nagel der "Ostsee-Zeitung". Beide Zoos hätten bereits eine enge Zusammenarbeit. Anteilnahme kam unter anderem auch aus dem Karlsruher Zoo: Dort waren bei einem Brand vor fast zehn Jahren im Streichelgehege alle Tiere gestorben. "Deswegen können wir das sehr gut nachvollziehen", sagte der Sprecher des Zoologischen Stadtgartens, Timo Deible.

Laut Polizei hat eine Himmelslaterne das Feuer verursacht. Demnach zündeten drei Frauen das schwebende Licht an und lösten damit ungewollt den Brand aus. Es entstand ein Millionenschaden. Die Verursacherinnen hatten sich daraufhin bei der Polizei gemeldet."Unser Mitgefühl ist auch bei den drei Frauen", betonte Zoosprecherin Petra Schwinn am Freitag. Der "unglaublich tragische Unglücksfall" werde alle, auch die Frauen, ein Leben lang begleiten.

Die durch den Brand und den Verlust der Menschenaffen extrem belasteten Zoomitarbeiter werden seit dem Unglück von Notfallseelsorgern betreut. Medienvertreter würden in den kommenden Tagen nicht eingelassen, sagte die Sprecherin.

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