Wettlauf gegen die Zeit

Los Angeles (AFP). Heftige Winde könnten die Brände in Kalifornien weiter anheizen. Der US-Wetterdienst warnte am Dienstag vor Windböen mit Geschwindigkeiten von rund 130 Stundenkilometern in manchen Gebieten. Die bislang stärksten Winde der Saison wurden für Mittwoch und Donnerstag erwartet. Tausende Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Wald- und Buschfeuer in einem Wettlauf gegen die Zeit so weit wie möglich einzudämmen.

"Es braucht nur ein wenig glühende Asche, um ein neues Buschfeuer zu entzünden", warnte der Feuerwehrchef von Los Angeles, Ralph Terrazas, bei einer Pressekonferenz. Glut könne vom Wind kilometerweit getragen werden.

In Kalifornien wüten derzeit mehrere Wald- und Buschbrände, die durch Hitze, Trockenheit und heftige Winde angefacht werden. Besonders zerstörerisch sind das Kincade Fire im Norden des Bundesstaates und das Getty Fire westlich von Los Angeles.

Nach mehreren massiven Stromabschaltungen der vergangenen Woche kündigte Kaliforniens größter Energieversorger, PG&E, an, vorsorglich weiteren 600 000 Kunden den Strom abzudrehen. Diese reagierten ebenso wie Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom verärgert. Dieser hatte bereits am Sonntag den Notstand über den gesamten Westküstenstaat verhängt. Inzwischen lodern dort Dutzende Brände.

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