Naturkatastrophe 

Katastrophe in Indien und Bangladesch: Mehr als 80 Tote durch gewaltigen Zyklon

Der Wirbelsturm „Amphan“ hat am Mittwoch das Festland von Indien und Bangladesch erreicht und großes Chaos hinterlassen.

Update vom Donnerstag, 21.05.2020, 13.42 Uhr: Nachdem der Wirbelsturm „Amphan“ am Mittwoch (20.05.2020) das Festland in Indien und Bangladesch erreicht hatte, hat er dort mehr als 80 Menschen das Leben gekostet. Allein im besonders betroffenen nordostindischen Bundesstaat Westbengalen habe es 72 Tote gegeben, sagte die zuständige Regierungschefin am Donnerstag (21.05.2020).

Wie zuständige Behörden mitteilten, starben die Menschen etwa durch zusammenkrachende Häuser oder umstürzende Bäume. Zuvor waren mehr als drei Millionen Menschen in Notunterkünfte gebracht worden. Das dürfte mehr Todesopfer verhindert haben. 

Die Katastrophe durch den Wirbelsturm „Amphan sei größer als Corona, sagte die zuständige Regierungschefin. Es brauche mehrere Tage, um das ganze Ausmaß der Schäden durch das Unwetter abzuschätzen. Der Sturm war laut dem indischen meteorologischen Dienst einer der schlimmsten Stürme in der Region der vergangenen 20 Jahre.

Gewaltiger Zyklon trifft auf Indien – Zwei Millionen Menschen sollen in Sicherheit gebracht werden

Erstmeldung vom Mittwoch, 20.05.2020: Indien - Während sich ein großer Wirbelsturm auf Indien* und Bangladesch zubewegt, sollen insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen zum Schutz vor dem Unwetter* in Notunterkünfte gebracht werden. Nach Angaben des indischen meteorologischen Diensts ist Zyklon „Amphan“ einer der schlimmsten Stürme in der Region der vergangenen 20 Jahre. Windgeschwindigkeiten von bis 185 km/h, viel Regen und bis zu 15 Meter hohe Wellen würden erwartet. 

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Wetter in Indien: Zyklon „Amphan“ wirbelt Wetterverhältnisse durcheinander 

Der Zyklon soll nach Vorhersagen der Wetterdienste der beiden Länder am Mittwochnachmittag auf das Festland zwischen dem ostindischen Bundesstaat Westbengalen und Bangladesch treffen. Betroffen sein sollen dicht besiedelte Städte wie Kolkata mit seinen 15 Millionen Einwohnern, Küstenregionen mit vielen schlecht gebauten Hütten und das Rohingya-Flüchtlingslager mit mehr als einer Million Bewohnern. Behörden der beiden Länder gehen auch davon aus, dass Straßen, Gleise und Telekommunikationsmasten von dem Unwetter zerstört werden. 

Zyklon „Amphan“: Zwei Millionen Menschen sollen wegen Unwetter gerettet werden 

Einige Menschen hätten aber trotz der Gefahren durch den Sturm und die Unwetter nicht ihre Zuhause verlassen wollen, da sie um Hab und Gut fürchteten. Corona* macht die große Evakuierung noch schwieriger als sonst. Um für Abstand zu sorgen, stellten Behörden beider Länder nach eigenen Angaben mehr Notunterkünfte zur Verfügung als sonst bei solchen Stürmen. 

Es würden etwa auch gerade leerstehende Schulen oder Behördengebäude zum Schutz vor dem Unwetter genutzt. Doch mehr Gebäude zu finden sei schwierig gewesen, da einige Notunterkünfte zurzeit als Quarantäne-Gebäude oder temporäre Unterkünfte für gestrandete Wanderarbeiter dienten. Teils würden in den Unterkünften Masken oder Desinfektionsmittel verteilt. 

Unwetter in Indien: Zyklone treten immer wieder auf 

Wirbelstürme kommen im Golf von Bengalen immer wieder vor und können große Schäden verursachen. Bei einem großen Zyklon im Jahr 1999 starben rund 10.000 Menschen. Experten gehen davon aus, dass die Windstärke in den vergangenen Jahren wegen des Klimawandels tendenziell zugenommen hat. Die Opferzahlen waren bei derartigen Unwettern aber in den vergangenen Jahren generell kleiner, da es inzwischen mehr gute Notunterkünfte und Evakuierungspläne gibt.

marv mit dpa

*op-online.de und fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

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