Weniger Geld für den guten Zweck

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Berlin(dpa). Vor allem am Jahresende kommt man kaum daran vorbei: Auf Plakatwänden, per Brief oder in Online-Anzeigen wird zum Spenden für wohltätige Zwecke aufgerufen. Laut Deutschem Spendenrat spenden aber so wenige Privatleute wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005. Von Januar bis Ende September 2019 gaben hochgerechnet rund 15,7 Millionen Menschen für gemeinnützige Organisationen und Kirchen Geld, 800 000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus Daten hervor, die der Spendenrat am Montag in Berlin vorgestellt hat. Ein "trauriger Trend", so Bianca Corcoran-Schliemann von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Die GfK erhebt für die Untersuchung die monatlichen Selbstauskünfte von 10 000 deutschen Privatpersonen ab zehn Jahren.

Insgesamt seien bis Ende September 3,26 Milliarden Euro für gute Zwecke zusammengekommen, 1,3 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2018. Damit seien die Folgen des Spenderrückgangs auf das Gesamtvolumen gering. Das hänge damit zusammen, dass die einzelne Spende (35 Euro) höher ausfällt als in manch früherem Jahr. Und diejenigen, die spenden, tun dies mehrfach - im Durchschnitt knapp sechsmal bis Ende September.

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