Die US-Astronautinnen Christina Koch (r.) und Jessica Meir reparieren einen kaputten Stromregler.
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Die US-Astronautinnen Christina Koch (r.) und Jessica Meir reparieren einen kaputten Stromregler.

Weltraum in Frauenhand

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Houston/Moskau (dpa). Die Männer der Internationalen Raumstation ISS müssen drinnen bleiben. Denn diesmal sind es ihre Kolleginnen, die Raumfahrt-Geschichte schreiben. Die US-Astronautinnen Christina Koch und Jessica Meir reparieren bei einem historischen Außeneinsatz einen kaputten Stromregler. Ein Routineeinsatz im Weltall. Doch es ist das erste Mal, dass zwei Frauen gemeinsam für einen Außeneinsatz im Weltall eingeteilt sind.

Auch die US-Raumfahrtbehörde NASA nennt den "Fraueneinsatz" eine Weltsensation. Dass Frauen ins All fliegen, ist nichts Neues. Aber bei den Außeneinsätzen hapert es mit der Gleichberechtigung: Mehr als 200 Männer durften bereits für diese Arbeiten aus der ISS aussteigen. Jedoch folgten ihnen nur rund ein Dutzend Frauen - immer in Begleitung eines Kollegen. Koch und Meir brechen nun als erstes Frauen-Duo in diese Männerdomäne ein. Der russische Raumfahrer Pawel Winogradow betonte noch vor wenigen Jahren: "Das Arbeiten im All ist körperlich schwere Arbeit - selbst für starke Männer."

Das sei Quatsch, sagten Koch und Meir bei ihren Vorbereitungen zu ihrem Außeneinsatz. "Wir denken in unserer täglichen Arbeit gar nicht darüber nach, ob die Arbeiten von einem Mann oder einer Frau gemacht werden", erklärte Meir. Frauen absolvierten immer wieder problemlos Außeneinsätze. Die Außenarbeiten rund 400 Kilometer über der Erde sind für alle anstrengend. Stundenlang hängen die Raumfahrer in klobigen Anzügen in der Schwerelosigkeit; die lebensgefährliche Arbeit ist extrem schweißtreibend.

Die NASA achtet seit Jahren darauf, gleich viele Männer wie Frauen in ihren Astronauten-Corps zu haben. Für die Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) waren weit weniger Raumfahrerinnen im Einsatz:

Zurzeit will Christina Koch neben dem Außeneinsatz zusätzlich weibliche Raumfahrtgeschichte schreiben: Koch soll rund 330 Tage am Stück im All bleiben. Keine Frau vor ihr hätte so eine lange Zeit ohne Unterbrechung im Weltall verbracht.

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