Weiteres Geheimnis um Ötzi gelüftet

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(dpa). Sein Mageninhalt, seine Krankheiten und seine Zähne sind bis ins kleinste Details erforscht. Jetzt ist wohl ein weiteres Geheimnis um Ötzi gelüftet. Die Schnur, die Ötzi bei sich trug, sei seine Bogensehne, sind Forscher überzeugt. "Die in Ötzis Köcher erhaltene Schnur dürfte weltweit die älteste erhaltene Bogensehne sein", teilte das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen mit. Dort wird die Eismumie aufbewahrt.

Bisher war nicht klar, was die Schnur genau für eine Funktion hatte. Man war davon ausgegangen, dass die mehrfach gedrillte Kordel aus Pflanzenfasern bestand. Die Wissenschaftler hätten nun herausgefunden, dass sie aus Tierfasern gemacht ist - und daher belastbar und als Sehne geeignet, hieß es kürzlich vom Museum. Die Forscher um Jürgen Junkmanns von der Universität Bern verglichen demnach jungsteinzeitliche Pfeile und Bögen mit Ötzis Ausrüstung. Dafür bekamen sie eine "mikroskopisch kleine Faserprobe von Ötzis Bogensehne".

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