Erleichterung auch bei Wolfgang Pitz, dem Geschäftsführer von SpaceTech. Das Tierbeobachtungsprojekt Icarus kann endlich starten. FOTO: DPA
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Erleichterung auch bei Wolfgang Pitz, dem Geschäftsführer von SpaceTech. Das Tierbeobachtungsprojekt Icarus kann endlich starten. FOTO: DPA

Den Wanderrouten auf der Spur

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Das deutsch-russische Projekt "Icarus" zur Tierbeobachtung aus dem All ist in den Testbetrieb gestartet. Dieser Tage wurde der entsprechende Computer auf der Raumstation ISS eingeschaltet, wie Projektleiter Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Kons-tanz erklärte. Die russischen Projektpartner meldeten kurz darauf: "›Icarus‹ läuft." Über einen Zeitraum von drei bis vier Monaten testen die Forscher nun unter anderem die Datenübertragung zwischen der Raumstation ISS, den Tier-Sendern und der Bodenstation. Nach Abschluss dieser Phase sollen Wissenschaftler dann weltweit mit "Icarus" arbeiten können.

Wikelski selbst war die Erleichterung anzusehen, denn der "Icarus"-Start war immer wieder verschoben worden. Eigentlich hätte der Computer auf der ISS schon im Juli vergangenen Jahres funktionieren sollen. Dabei gab es aber Probleme mit einem Kondensator. Dass "Icarus" nun laufe, sei unfassbar, sagte Wikelski. "Jetzt geht es richtig los."

Mit "Icarus" (International Cooperation for Animal Research Using Space) wollen die Wissenschaftler beispielsweise mehr über die Wanderrouten von Tieren herausfinden - zum Beispiel um Schutzzonen anzupassen oder auch Epidemien vorzubeugen. Denn Tiere können bei ihren Wanderungen etwa Krankheitserreger verbreiten. Zudem könnte "Icarus" als Frühwarnsystem für Naturkatastrophen dienen. Denn bereits in der Vergangenheit gab es Hinweise darauf, dass Tiere sich vor solchen Ereignissen auffällig verhalten, etwa unruhig werden.

Die Forscher rüsten dafür verschiedene Tierarten mit Minisendern aus, die ihre Messdaten an die Antenne auf der ISS schicken. In den nächsten Jahren sollen dafür mehrere Zehntausend Tiere besendert werden.

An "Icarus" sind unter anderem auch die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt. dpa

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