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Waldbrand in Brandenburg flammt wieder auf – erneut Bundeswehrhubschrauber angefordert

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Von: Martina Lippl

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Der Waldbrand im Süden von Brandenburg schien unter Kontrolle. Doch das Feuer frisst sich aktuell in die Nähe der Bundesstraße B183. Verstärkung wurde angefordert.

Update vom 28. Juli, 11 Uhr: Waldbrände wüten aktuell in Brandenburg und in der Sächsischen Schweiz. An der Grenze zu Tschechien breiten sich die Flammen immer schneller aus. Alle weiteren Informationen finden Sie ab sofort in unserem aktuellen News-Ticker.

Update vom 28. Juli, 6.28 Uhr: Es schien als sei alles unter Kontrolle. Doch es brennt wieder bei Kölsa-Rehfeld (Landkreis Elbe-Elster). 318 Einsatzkräfte versuchen den Waldbrand nach Angaben des Landkreises zu löschen. Das Feuer ist demnach auf sächsischer Seite etwa 250 Meter von der B183 im brandenburgischen Falkenberg entfernt. Am Mittwochabend ist der Großbrand wieder aufgeflammt.

Bundeswehrhubschrauber angefordert: Waldbrand in Kölsa-Rehfeld (Landkreis Elbe-Elster) wieder aufgeflammt

Bundeswehrhubschrauber sind zur Unterstützung angefordert worden, heißt es weiter. Gegen 8 Uhr sollen die Löscharbeiten aus der Luft beginnen. Das nötige Wasser werde aus dem Kiebitz genommen. Daher werde das Baden dort im Naherholungsgebiet bis auf weiteres untersagt.

Ein zunächst gemeldeter Bombenfund aus Sachsen entpuppte sich als Irrtum, teilt der Landkreis Elbe-Elster weiter mit. Nähere Angaben wurden nicht gemacht.

Waldbrand in Brandenburg unter Kontrolle: Kreisbrandmeister äußert sich optimistisch zur Lage

Update vom 27. Juli, 11.29 Uhr: Der Waldbrand bei Falkenberg im Kreis Elbe Elster ist unter Kontrolle! Das berichtet der rbb. Nach Informationen von Kreisbrandmeister Steffen Ludewig vom Mittwochvormittag „könne das Feuer nicht mehr wegrennen“. Abkühlung durch gesunkene Temperaturen und ein Nachlassen des Windes hätten geholfen. Evakuierungen von Ortslagen seien kein Thema mehr.

Sorge machen nach wie vor munitionsbelastete Flächen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst sei vor Ort, sagte Ludewig. „Wir werden eruieren, wo wir dort wirklich reingehen können und wo Gefahr besteht.“

Ein Panzer der Bundeswehr, der Schneisen für die Feuerwehren schlagen soll, ist derzeit nicht einsatzbereit, ein Ersatzpanzer sei angefordert, der bis in die Nacht hinein Schneisen um ein bedrohtes Gewerbegebiet legen soll. Mindestens eine Woche werden die Löscharbeiten nach Einschätzung des Kreisbrandmeisters noch dauern. „Alle Kameraden sind an der Belastungsgrenze“, sagte Ludewig, es sei nicht der erste Einsatz in diesem Jahr.

In einer Mitteilung des Landkreises Elbe Elster vom Mittwoch (27. Juli) heißt es noch: „Auch nach zwei Tagen intensiver Löscharbeiten ist der Großbrand Kölsa-Rehfeld in der Stadt Falkenberg noch nicht unter Kontrolle.“ Die Löscharbeiten würden sich aktuelle auf den Einsatzabschnitt Süd (Lönnewitz) konzentrieren. In der Nacht sei es im Windpark wieder zu einem Aufleben der Flammen gekommen. An 9 Uhr sollten demnach auch Hubschrauber der Bundeswehr die Löscharbeiten aus der Luft fortsetzen. Rund 400 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen. Ab Mittwochmittag soll versucht werden, vom Boden aus abzulöschen.

Ein Bundeswehrhubschrauber vom Typ Bell CH-53 holt Löschwasser zur Waldbrandbekämpfung aus dem Kiebitzer Baggerteich.
Ein Bundeswehrhubschrauber vom Typ Bell CH-53 holt Löschwasser zur Waldbrandbekämpfung aus dem Kiebitzer Baggerteich. © Jan Woitas

Die Lage im Nationalpark Sächsische Schweiz bleibt dagegen weiter angespannt. Die wichtigsten Infos finden Sie hier im News-Ticker.

Waldbrand in Brandenburg: Hubschrauber bis Mitternacht im Einsatz

Update vom 26. Juli, 21.16 Uhr: Beim Waldbrand in Brandenburg im Elbe-Elster-Kreis gingen die Löscharbeiten am Dienstagabbend weiter. Sie konzentrierten sich auf den südlicheren Bereich des Feuers entlang der Bundesstraße 183 nahe des Flugplatzes Falkenberg-Lönnewitz. Nach Angaben des stellvertretenden Waldbrandschutzbeauftragten Philipp Haase sei nach wie vor eine Fläche von rund 850 Hektar betroffen. Ein heißer Brand – mit Flammen und Rauchentwicklung – tobe allerdings nur noch auf einer Fläche von rund 500 Hektar. Dabei handele es sich vor allem um bewaldete Flächen, in die die Fahrzeuge nur schwer gelangen könnten.

„Die Einsatzkräfte versuchen unter allen Umständen zu verhindern, dass die Flammen auf die andere Seite der Bundesstraße gelangen“, sagte Haase. Weiter nördlich bei Rehfeld sei die Lage inzwischen unter Kontrolle. Insgesamt waren am Tag rund sieben Hubschrauber im Einsatz, zwei davon sollen noch bis Mitternacht ihre Einsätze fliegen.

Haase geht davon aus, dass das Löschen aller Glutnester noch Tage, wenn nicht gar Wochen dauern könnte. Für diese Nacht hofften die Einsatzkräfte auf Entspannung. Erfahrungsgemäß lege sich der Wind dann etwas, betonte er. „Die Hoffnung bleibt, dass auch sogar noch der ein oder andere Tropfen Regen fallen könnte.“

Bundeswehr unterstützt im Kampf gegen die Flammen – zwei Löschhubschrauber im Einsatz

Update vom 26. Juli, 13.57 Uhr: Die Bundeswehr ist jetzt mit zwei Löschhubschraubern im Einsatz beim Waldbrand nahe Falkenberg, teilt der Landkreis Elbe-Elster mit. Weitere Helikopter seien angefordert worden. 350 Einsatzkräfte kämpfen vor Ort gegen die Flammen. Es könnte Tage dauern, bis der Brand unter Kontrolle ist. Der Waldbrand sei inzwischen auf 850 Hektar angewachsen. „Sorge bereiten den Einsatzkräften aktuell angekündigte Windböen bis 60 Kilometer pro Stunde“, heißt es.

Die ersten Evakuierungen konnten aufgehoben werden. Die Lage habe sich etwas entspannt. In Kölsa und Rehfeld konnten die Einwohner wieder zurück in ihre Wohnungen. Für Kölsa-Siedlung blieb die Anordnung zur Evakuierung demnach bestehen.

Ein Bundeswehrhubschrauber vom Typ Bell CH-53 holt Löschwasser zur Waldbrandbekämpfung aus dem Kiebitzer Baggerteich.
Ein Bundeswehrhubschrauber vom Typ Bell CH-53 holt Löschwasser zur Waldbrandbekämpfung aus dem Kiebitzer Baggerteich. © Jan Woitas

Das Feuer brach am Montag (25. Juli) gegen 13.30 Uhr in einem Waldgebiet mit Windkraftanlagen bei Kölsa-Rehfeld in der Stadt Falkenberg aus. Der Landkreis Elbe-Elster rief daraufhin die Großschadenslage für den Brand aus. In wenigen Stunden breite sich das Feuer von 100 auf über 800 Hektar aus. Die Ursache für das Feuer ist zunächst noch unklar.

Waldbrand in Brandenburg: Flammen wüten rund um Falkenberg/Elster

Erstmeldung vom 26. Juli 2022: Cottbus – Das Feuer in Brandenburg habe sich massiv durch Funkenflug ausgebreitet, berichtet der rbb24.de. Wald und Äcker in der Nähe von Falkenberg/Elster im Landkreis Elbe-Elster stehen in Flammen. Betroffen ist inzwischen eine Fläche von 800 Hektar. Das Ausmaß des Waldbrandes werde aber erst im Laufe des Dienstagmorgens erkundet. Besonders heikel: Das Gebiet sei teilweise „munitionsbelastet“.

Waldbrand in Brandenburg: Das Feuer breitet sich in einem Waldgebiet mit Windkraftanlagen aus.
Waldbrand in Brandenburg: Das Feuer breitet sich in einem Waldgebiet mit Windkraftanlagen aus. © Jan Woitas/dpa

Die Lage sei „sehr angespannt“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Dienstagmorgen der Nachrichtenagentur dpa. Das Feuer sei „noch nicht unter Kontrolle“. Besonders betroffen sei die Region Kölsa-Siedlung in der Stadt Falkenberg (Elster), sagte der Sprecher weiter. Die Feuerwehr war am Dienstagmorgen mit 152 Einsatzkräften vor Ort.

Evakuierung wegen Großbrand: 700 Menschen müssen ihre Häuser verlassen

Das Feuer war am Montag aus „bislang ungeklärten Umständen am frühen Nachmittag ausgebrochen und hatte sich schnell zu einem Großbrand entwickelt“, teilte der Landkreis Elbe-Elster mit. Der Kreis stufte den Brand als Großschadenslage ein.

Erste Bewohner der Kölsa-Siedlung in Falkenberg und von Rehfeld mussten am Montag ihre Häuser verlassen. Betroffen waren 700 Personen. Weitere Ortschaften müssten sich darauf vorbereiten, evakuiert zu werden. Sieben Einsatzkräfte wurden bei den Löscharbeiten verletzt. Sechs Verletzte mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Zudem brannte in der Gegend eine Ferkelzuchtanlage ab. Viele Tiere seien verendet, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

Feuer im Landkreis Elbe-Elster: Bahnverkehr zwischen Leipzig und Cottbus unterbrochen

Die Deutsche Bahn hat wegen des Waldbrands im Landkreis Elbe-Elster den Bahnverkehr zwischen Leipzig und Cottbus unterbrochen. Auf der Strecke sei ein Busnotverkehr zwischen Falkenberg/Elster und Torgau eingerichtet, twitterte DB Regio Berlin-Brandenburg.

Der Waldbrand im Nationalpark Böhmische Schweiz (Tschechien) hat sich in der Nacht auf Dienstag (26. Juli) auf der deutschen Seite ausgebreitet. Die Flammen sind nicht unter Kontrolle.(ml mit Material der dpa)

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