Waffeln als essbarer Schale sollen Müll auf dem Oktoberfest vermeiden.
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Waffeln als essbarer Schale sollen Müll auf dem Oktoberfest vermeiden.

Waffeln gegen Müll

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München (dpa). Sauerkraut oder auch Käsespätzle in der Waffel: Diese ungewöhnliche kulinarische Kreation soll den Müll auf dem Münchner Oktoberfest reduzieren. Denn die Waffel wird im optimalen Fall mitverzehrt - und landet damit anders als früher die Pappschalen nicht auf dem Boden. "95 Prozent essen das mit", sagt Franz Anthuber vom Stand "Altbayerische Spezialitäten".

Abgesehen davon, dass trotzdem ein paar leer gegessene Waffeln auf dem Boden liegen: Die Müllmenge auf dem größten Volksfest der Welt bleibt riesig. Nach Spitzentagen sind es zehn Tonnen, die Klaus Feldmeier von der Münchner Straßenreinigung und seine 20 extra dafür abgestellten Kollegen jede Nacht ab 2 Uhr morgens zusammenkehren - zwei Drittel von dem, was darüber hinaus in der ganzen Stadt anfällt, ungefähr 15 Tonnen.

Dabei hat die Müllmenge schon deutlich abgenommen. "Wir hatten vor einigen Jahren Tage mit 25 Tonnen", sagt Feldmeier. Ein wesentlicher Grund für die Reduktion sind nach seiner Einschätzung allerdings nicht ökologische Anstrengungen, sondern Sicherheitsvorkehrungen: Seit das Gelände umzäunt ist und die Menschen nur noch kleine Taschen mitnehmen dürfen, lassen sie auch nicht mehr so viel Abfall da.

Auch das Verbot von Pappbechern, Plastikgeschirr und Getränkedosen im Jahr 1991 hat laut Stadt viel gebracht. Davor habe jeder Gast etwa zwei Kilo Restmüll hinterlassen, heute seien es rund 160 Gramm, hebt der Abfallwirtschaftsbetrieb München hervor. Und es wird weiter weniger: Die Menge sank von 2017 auf 2018 um vier Prozent.

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