Verdacht auf Listerien

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Goldenstedt (dpa). Nach Bekanntwerden eines Listerienverdachts in Fertigfrikadellen steht die Produktion in der betroffenen Fleischfirma in Goldenstedt im Kreis Vechta still. Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Niedersachsen ordnete das Ruhen der Zulassung für den betroffenen Betrieb an. Dort wurden Listerien nachgewiesen. Noch ist unklar, wie die Erreger in den Betrieb gelangt sind.

Die Firma Fleisch-Krone-Feinkost GmbH hatte am Freitagabend abgepackte Fertig-frikadellen zurückgerufen, die an Supermärkte von Rewe und Norma geliefert wurden. Vom Verzehr der Produkte werde dringend abgeraten, hieß es. Um wie viele Packungen genau es sich handelt, konnte ein Vertreter der Firma am Sonntag nicht sagen.

Listerien (Listeria monocytogenes) sind in der Natur vorkommende Bakterien, sie können der Auslöser für Listeriose sein - daran erkranken aber nur wenige Menschen.

Die Sprecherin des Landesamtes für Verbraucherschutz, Hiltrud Schrandt, sagte, bereits am Freitagabend sei das Ruhen der Zulassung für den betroffenen Betrieb angeordnet worden. Die Anordnung gelte für den Standort Goldenstedt (Kreis Vechta) der Firma Fleisch-Krone, sagte die Sprecherin des niedersächsischen Verbraucherschutzministeriums, Sabine Hildebrandt. Der zweite Betrieb der Firma in Essen bei Oldenburg sei davon nicht betroffen.

Der Gesamtbetriebsleiter für Produktion der Firma Fleisch-Krone-Feinkost GmbH, Thomas Rolf, sagte: "Wir haben am Freitag gemeinsam entschieden, die Produktion dort einzustellen, bis klar ist, über welchen Weg die Listerien in den Betrieb gelangt sind." Dabei werde eng mit den Behörden zusammengearbeitet. Der Vorfall sei bei Eigenkontrollen festgestellt worden. Nun werde versucht, den Bakterienstamm genauer zu bestimmen und zu identifizieren, wo dieser schon einmal aufgetreten sei. Vergleichbare Rückrufe wegen Listerien habe sein Unternehmen bisher nicht gehabt, sagte er.

Das Unternehmen beliefert auch die Gastronomie. Der Produktionsleiter betonte aber, betroffen von dem Rückruf seien nur die an Supermärkte gelieferten Produkte einzelner Chargen. Dabei handelt es sich um "ja! Frikadellenbällchen" (500 Gramm-Packung) mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 05.11 2019 und 20.11 2019, die bei Rewe in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen verkauft wurden. Außerdem betroffen sind die Artikel "Gut Bartenhof Frikadelle Klassik" und "Gut Bartenhof Frikadellenbällchen" (Chargen-Nummern 97 812 und 97 813, Mindesthaltbarkeitsdatum 05.11 2019). Diese wurden an Filialen der Niederlassungen in Aichach (Bayern), Rossau (Sachsen), Ahrensfelde (Brandenburg), Dettingen (Baden-Württemberg), Rheinböllen (Rheinland-Pfalz) und Kerpen (NRW) geliefert.

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