Hochrisikogebiet Österreich: Urlaubsland steht vor einer schwierigen Wintersaison (Archivbild).
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Hochrisikogebiet Österreich: Das Urlaubsland steht vor einer schwierigen Wintersaison 2021/22. (Archivbild)

Winterurlaub

Urlaub in Österreich: Corona-Regeln, Einreise, Einschränkungen, Corona-Lage im Winter 2021/2022

  • Florian Dörr
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Die Corona-Lage in Österreich spitzt sich zu: Nun gilt das deutsche Nachbarland wieder als Hochrisikogebiet. Für Ungeimpfte gibt es einen Lockdown. Was bedeutet das für Urlauber im Winter 2021/2022?

Gießen/Wien – Österreich ist bei Urlaubern aus Deutschland extrem beliebt. Im Winter 2021/2022 dürften viele jedoch Fragezeichen hinter ihre Urlaubspläne machen. Denn die Corona-Lage im Nachbarland ist angespannt. Aktuell (Stand: 16.11.2021) liegt die Inzidenz bei 878,9 – so hoch wie noch nie in der Corona-Krise. Und das hat Folgen: Seit Sonntag (14.11.2021) gilt Österreich nämlich wieder als Corona-Hochrisikogebiet. Ein Lockdown für Ungeimpfte soll in der Alpenrepublik nun eine Überlastung der Kliniken unterbinden. Was bedeutet das für Urlauber aus Deutschland, die ihren Winterurlaub 2021/2022 planen?

Urlaub in Österreich im Winter 2021/22: Regierung schränkt öffentliches Leben ein

Wie stellt sich die Lage vor Ort für Urlauber dar? Österreich hat seine Corona-Maßnahmen vor dem Winter 2021/2022 verschärft. Seit Montag (15.11.2021) gilt ein Lockdown für Ungeimpfte, der sich in Form von weitreichenden Ausgangsbeschränkungen äußert. Wer nicht geimpft oder genesen ist, darf das Haus oder die Wohnung nur noch aus dringenden Gründen (bspw. Arztbesuch, Arbeitsweg oder Lebensmitteleinkauf) verlassen. Kinder unter 12 Jahren sind von der Regel ausgenommen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 1.450 Euro. Die Maßnahmen gelten vorerst für zehn Tage.

Bereits in der vergangenen Woche hat die österreichische Regierung viele Bereiche des öffentlichen Lebens für Ungeimpfte unzugänglich gemacht. So gilt unter anderem in Freizeitbetrieben, in der Gastronomie, in Hotels, in der Nachtgastro oder beim Après-Ski die 2G-Regel. Bedeutet konkret: Ein Skiurlaub in Österreich ist für Ungeimpfte im Winter 2021/2022 kaum möglich – oder zumindest kaum lohnenswert.

Urlaub in Österreich im Winter 2021/22: Aktuelle Regeln vor Ort und bei Einreise/Ausreise

Die Einstufung Österreichs als Risikogebiet ändert vorerst nichts an den Einreise-Regeln: Wer ins deutsche Nachbarland fahren will, muss weiterhin ein Nachweis über eine vollständige Impfung, Genesung oder eine Testung erbringen. Erlaubt sind PCR-Tests, die maximal 72 Stunden alt sind, oder Antigen-Schnelltests, die maximal 48 Stunden alt sind. Eine Quarantäne ist für Urlauber im Winter 2021/2022 dann nicht nötig.

Doch: Was die Reiserückkehrer aus Österreich nach Deutschland angeht, so gelten aktuell strengere Regeln: Ungeimpfte müssen ab sofort in Quarantäne, wenn sie aus Österreich nach Deutschland einreisen. Interessant für Urlauber aus Deutschland, die aus Österreich zurückkehren: Es besteht die Möglichkeit, die Quarantäne mit einem negativen Test nach fünf Tagen zu verkürzen. Für Geimpfte und Genesene endet die Quarantäne vorzeitig, wenn der entsprechende Nachweis über das Einreiseportal übermittelt wird. Die Einreiseanmeldung muss von allen Reisenden aus Deutschland vorgenommen werden, wenn sie sich in einem Hochrisikogebiet wie Österreich aufgehalten haben. Freilich gilt das auch für Urlauber.

Winterurlaub 2021/2022 für Deutschland: Transit durch Österreich nach Italien und Co.

Die Durchreise durch Österreich ohne Zwischenstopp, etwa für Deutsche, die ihren Winterurlaub 2021/2022 in Italien planen, ist aktuell (Stand: 15.11.2021) ohne Einschränkungen möglich.

Die Impfquote in Österreich beträgt derzeit knapp 65 Prozent. Unter den rund neun Millionen Österreichern wurden bislang über 900.000 Corona-Infektionen nachgewiesen. Die Zahl der Impfungen ist seit Einführung der strengeren Corona-Maßnahmen aber wieder sprunghaft angestiegen. Um den Impfanreiz noch zu erhöhen, gilt vorerst noch eine Übergangsregelung, mit der Personen mit einer Erstimpfung vier Wochen lang in Kombination mit einem PCR-Test als „2G“ gelten. 

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