An der Universität Witten-Herdecke eröffnet Ende Juli das erste Fahrrad-Kino im Ruhrgebiet. Es soll eine nachhaltige Alternative zum Auto-Kino sein.
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An der Universität Witten-Herdecke eröffnet Ende Juli das erste Fahrrad-Kino im Ruhrgebiet. Es soll eine nachhaltige Alternative zum Auto-Kino sein.

Mit dem Drahtesel zum Filmgucken

Erstes Fahrrad-Kino öffnet im Ruhrgebiet - kann es mit den Autokinos mithalten?

  • vonAnika Hinz
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An der Universität Witten-Herdecke eröffnet Ende Juli das erste Fahrrad-Kino im Ruhrgebiet. Es soll eine nachhaltige Alternative zum Auto-Kino sein.

  • Die Coronavirus-Pandemie macht kreativ und erfinderisch.
  • An der Universität Witten-Herdecke im Ruhrgebiet entsteht nun ein Fahrrad-Kino.
  • Es soll eine Alternative für Auto-Kinos sein, zeigt allerdings nur Klassiker und unbekannte Filme.

Witten – Das Ruhrgebiet scheint in Kino-Laune zu sein. Nachdem zu Beginn der Corona-Pandemie immer mehr Auto-Kinos* eröffnet haben, gibt es mittlerweile auch sogenannte "Open-Air-Kinos"*.  Und wie RUHR24.de* berichtet, kommt nun eine ganz neue Form des Filmeguckens dazu: das Fahrrad-Kino

Hochschule

Universität Witten-Herdecke

Trägerschaft

Privat

Studenten

2570

Ort

Witten

Uni Witten-Herdecke: Fahrrad-Kino eignet sich gut zum Abstand halten

Entstehen soll diese besondere Form des Kinos an der Universität Witten-Herdecke, die sich am Rande des Ruhrgebietes in der Nähe von Dortmund und Bochum befindet. Organisiert wird das cineastische Unikat von den zwei Medizin-Studenten Nikolaus Munzig und Jan Bardelle.

Beide halte das Fahrrad in Zeiten von Corona als optimalen Abstandshalter – ganz ähnlich wie die Einkaufswagen beim Einkaufen. 

Uni Witten-Herdecke: Fahrrad-Kino zeigt keine neuen Filme

Noch im Juli soll es mit dem Fahrrad-Kino so weit sein. Auf dem Gelände der WERK°STADT Witten ist der Start für den 23. Juli angesetzt. Doch wer daran teilnehmen möchte, sollte sich beeilen. Denn wirklich lange bleibt der Spaß dort nicht bestehen. 

Bereits am 26. Juli ist schon wieder Schluss mit dem Fahrrad-Kino. Und wer jetzt hofft, mit seinem Drahtesel echte Blockbuster erleben zu dürfen, ist in Witten an der falschen Adresse. Denn statt Marvel, Disney und Co. gibt es an der Mannesmannstraße 6 vor allem Klassiker und Unbekanntes zu sehen:

  • "La haine" (23. Juli)
  • Fünf Kurzfilme zum Thema Flucht, die Wahrnehmung neuer Orte und der Erinnerung an die Heimat (24. Juli)
  • "Hidden Figures" (25. Juli)
  • "Casablanca" (26. Juli)
Im Fahrrad-Kino der Uni Witten-Herdecke werden ab dem 23. Juli verschiedene Filme gezeigt - allerdings keine Blockbuster. 

Uni Witten-Herdecke: Fahrrad-Kino lässt nur eine begrenzte Anzahl von Zuschauern rein

Die Teilnehmerzahl pro Film ist auf 75 Zuschauer begrenzt. Spontane Besuche beim Fahrrad-Kino sind nicht möglich. Eine Voranmeldung ist obligatorisch und ausschließlich per E-Mail an anmeldung@unikat.events machbar.

Interessierte sollen dabei den Betreff "Fahrradkino + Filmtitel" sowie Name, Adresse und Telefonnummer angeben. Anmelden können sich Einzelpersonen, zwei Personen aus zwei unterschiedlichen Haushalten oder Haushalte mit maximal vier Personen (zum Beispiel WGs oder Familien). 

"Wer ein Fahrrad hat oder leihen kann, ist herzlich eingeladen, vorbeizukommen und gemeinsam mit uns Kino zu erleben", so Nikoalus Munzig. "Mit dem Konzept möchten wir gleichzeitig eine umweltfreundlichere Alternative zum Autokino aufzeigen und dabei einer der Wittener Kulturstätten – die WERK°STADT – in diesen schwierigen Zeiten ein bisschen mehr Sichtbarkeit verleihen."

Wegen der Corona-Pandemie: Die Auto-Kinos boomen

Uni Witten-Herdecke: Fahrrad-Kino bekam Fördermittel in Höhe von 10.000 Euro

Gefördert wird das Fahrrad-Kino vom Hochschulwerk der Uni Witten-Herdecke, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, einzigartige studentische Projekte finanziell zu unterstützen.

Das Fahrrad-Kino von Nikolaus Munzig und Jan Bardelle war dabei der perfekte Kandidat, um die Fördermittel in Höhe von 10.000 Euro zu erhalten.  "Es wird nämlich dabei nicht nur das ökologische Mobilitätsmittel Fahrrad betont, sondern auch ein sozialer Raum geschaffen, in dem sich trotz Corona begegnet werden kann und der durch gehaltvolle Filme ein Boden für gemeinsame gesellschaftliche Auseinandersetzung bietet", so HSW-Kommunikationsvorstand Linus Binger. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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