Unfallfahrer kommt in Haft

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Bozen/Luttach(dpa/lnw). Der Autofahrer, der in Südtirol betrunken insgesamt sieben junge Deutsche getötet hat, kommt in Haft. Der 27-Jährige sei aus dem Krankenhaus in Bruneck entlassen worden und werde ins Gefängnis nach Bozen gebracht, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Die Ermittlungen der Behörden hatten einen Alkoholwert von fast zwei Promille ergeben. Außerdem gehen die Ermittler von überhöhter Geschwindigkeit aus.

Bis zu 18 Jahre Gefängnis drohen

Bis Montag reisten immer mehr trauernde Angehörige aus Deutschland nach Südtirol. Viele kamen zum Krankenhaus in Bruneck, rund 20 Fahrkilometer von Luttach entfernt. Dort befanden sich die Toten, um abschließend identifiziert zu werden. Die Opfer stammten nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministeriums aus Wuppertal, Köln und Dortmund.

Der Mann aus der Region war in der Nacht zu Sonntag im Wintersportort Luttach in eine Gruppe junger Ski-Touristen gerast. Dabei wurden zusätzlich zu den zunächst sechs Toten weitere elf Menschen verletzt, ein siebtes Opfer verstarb am Montag im Krankenhaus in Innsbruck. Dem Fahrer drohen bis zu 18 Jahre Haft. Nach Angaben seines Anwalts bereut er den Unfall.

Am Sonntagabend hatte die Staatsanwaltschaft in Bozen mitgeteilt: "Aufgrund der gesamten Unfalldynamik ist von einer erheblichen Übertretung der Geschwindigkeitsbegrenzung auszugehen. Es wird ein Gutachten in Erwägung gezogen." An der Unglücksstelle sind 50 Kilometer pro Stunde erlaubt.

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