Szenen wie im Krieg

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Culiacán (dpa). Mexikanische Sicherheitskräfte haben wegen massiver Gegenwehr die Verhaftung eines Sohns des früheren Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán abgebrochen. Es gab mindestens acht Tote. Der wegen Rauschgifthandels in den USA gesuchte Ovidio Guzmán López wurde nach Angaben der Regierung am Donnerstagnachmittag in einem Haus in der Stadt Culiacán identifiziert. Dann tauchten demnach schwer bewaffnete Gangster auf - vermutlich gehörten sie dem Sinaloa-Drogenkartell von "El Chapo" an. Die rund 30-köpfige Einheit von Armee und Nationalgarde war den Angaben zufolge in der Unterzahl und zog sich daher zurück.

Die Bewaffneten hielten die Hauptstadt des nordwestlichen Bundesstaates Sinaloa anschließend etwa sechs Stunden lang in Atem und befreiten 55 Insassen einer Haftanstalt. Augenzeugen berichteten von Szenen wie im Krieg. In Videos waren Vermummte mit schweren Waffen, brennende Fahrzeuge und auf dem Boden kauernde Autofahrer zu sehen. Mindestens acht Menschen starben und 16 wurden verletzt.

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