Söring soll ausreisen

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Berlin (dpa). Nach der überraschenden Entscheidung von US-Behörden, den Deutschen Jens Söring aus den USA abzuschieben, hat die Deutsche Botschaft Gespräche mit US-Behörden aufgenommen. "Unsere Botschaft betreut Söring weiterhin konsularisch und steht bezüglich weiterer Schritte in engem Kontakt mit dem Rechtsanwalt sowie Behörden vor Ort", hieß es am Mittwoch aus dem Auswärtigen Amt in Berlin.

Der heute 53-Jährige war 1990 wegen Mordes an den Eltern seiner damaligen Freundin Elizabeth Haysom im Jahr 1985 zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt worden. Nach Jahrzehnten im Gefängnis in den USA entschied das zuständige Gremium im US-Bundesstaat Virginia in der Nacht zum Montag, den Diplomatensohn auf Bewährung freizulassen und abzuschieben, wie gestern US-Medien unter Berufung auf das Büro des Gouverneurs berichteten.

Der brutale Doppelmord hatte viel Aufmerksamkeit erregt. Söring hatte die Morde damals gestanden, später aber widerrufen.

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