Start einer zehntägigen Afrika-Reise: Meghan und Prinz Harry erhalten im Township Nyanga ein Geschenk für ihren Sohn Archie.
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Start einer zehntägigen Afrika-Reise: Meghan und Prinz Harry erhalten im Township Nyanga ein Geschenk für ihren Sohn Archie.

Royal Magic am Kap

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Kapstadt (dpa). Tanzen, Singen, Trommeln: Ein farbenfrohes Spektakel erwartete Prinz Harry (35) und seine Frau Meghan (38) am Montag gleich nach ihrer Ankunft in Kapstadt. Im Nyanga-Township setzte das Paar Akzente mit dem Besuch eines Projekts für junge Mädchen. Dort werden ihnen Selbstverteidigungskurse angeboten und Frauenrechte erörtert. Denn die Armenviertel rund um die schillernde Touristenmetropole gelten laut Kriminalstatistik wegen der dort aktiven Verbrechersyndikate als Südafrikas gefährlichstes Terrain. Die Bewohner riefen in ihrer Not bereits nach dem Militär, das zurzeit die Polizei bei ihrer Arbeit dort unterstützt.

Immer wieder schüttelten Harry und Meghan in dem Projekt Hände, bückten sich zu den Fähnchen schwingenden Kindern, aber auch alten Frauen. Bei sonnigem, aber windigem Wetter herzte die Herzogin von Sussex im sommerlichen schwarz-weißen Kleid einen kleinen Jungen, während Harry sich zunächst zögerlich zum Rhythmus der Trommeln in den Hüften wiegte. Er wirkte zunehmend lockerer und knöpfte sein langärmeliges Hemd auf. Viel Zeit zum Umziehen war dem Paar nicht geblieben, da ihr Linienflug mit Verspätung eingetroffen war. Die in Kapstadt begonnene erste offizielle Auslands-Tour von Prinz Harry und seiner Familie findet in schwierigen Zeiten statt.

Zu Hause sorgt die Thomas-Cook-Pleite für Schockwellen, in Südafrika steht die Nation noch unter dem Eindruck grassierender Gewalt gegen überwiegend ausländische Ladenbesitzer sowie auch gegen Frauen. "Gott sei Dank für diese leichte royale Zerstreuung!", seufzte daher ein Kommentator der südafrikanischen "Sunday Times" in einem Kommentar und betonte: "Verneige dich, Südafrika, beim Willkommensgruß für die hippsten, spritzigsten und unkonventionellsten Royals an unseren Gestaden."

Der Besuch hat eine politische Komponente: Der Queen liegt die Stärkung des Commonwealth sehr am Herzen. Vor diesem Hintergrund wird eine ebenso wichtige wie auch emotionale Station von Harrys jüngster Afrika-Reise liegen - in dem Land, das als erster Staat seit einem Jahrzehnt dieser Allianz beitreten will: Angola. Harry, der von seiner Großmutter zum Jugendbotschafter des Commonwealth erklärt worden ist, soll dort diplomatisch für gute Stimmung sorgen.

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