Rebhühner sind selten.
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Rebhühner sind selten.

"Das Rebhuhn verschwindet"

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(dpa). Früher haben Spaziergänger aus Versehen schon mal eine Gruppe von Rebhühnern im Feld aufgeschreckt, die dann mit lautem Flügelschlag hochflog. Davon erzählt Naturschutzbiologe Eckhard Gottschalk von der Universität Göttingen, doch solche überraschenden Begegnungen von Menschen mit den Vögeln gehörten der Vergangenheit an. Die Tiere, erlitten in den vergangenen Jahrzehnten so dramatische Bestandsverluste wie kaum eine andere Vogelart. Um gut 91 Prozent nahmen die Bestände deutschlandweit von 1980 bis 2016 ab, wie der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) mitteilte.

"Eigentlich gibt es drei wesentliche Ursachen", erklärt Gottschalk. Als erstes nennt er den Insektenrückgang. Auch der Lebensraum für das Rebhuhn wird immer knapper und das macht die Vögel anfälliger für ihre Feinde wie den Fuchs.

Das Vogelschutzzentrum des Naturschutzbundes Mössingen bei Tübingen versucht in einem Projekt, Rebhühnern wieder mehr geeigneten Lebensraum zu bieten. "Es braucht brache Strukturen und Deckung ganzjährig", erklärt Sabine Geißler-Strobel von der "Initiative Artenvielfalt Neckartal". "Wenn wir Maßnahmen fürs Rebhuhn machen, dann fördern wir auch eine ganze Reihe anderer Arten", sagt Naturschutzbiologe Gottschalk. Foto: dpa

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