Jemand gießt einen Rasen mit einer Gießkanne.
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Jemand gießt einen Rasen mit einer Gießkanne.

Grüner Daumen

Rasen bewässern: Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Gießen? Drei Warnsignale

  • vonSebastian Schmidt
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Wer keinen „verbrannten“ Rasen haben möchte, muss im Sommer zum Wasserschlauch greifen, oder? Muss man überhaupt gießen und wenn ja, wie oft eigentlich?

Wenn die Anzeige des Thermometers in die Höhe schnellt, und es wochenlang nicht mehr richtig regnet, werfen Gartenbesitzer einen besorgten Blick aus dem Fenster: Das mühsam gehegte und gepflegte Grün des Rasens verwandelt sich nämlich zusehends in ein trockenes Braun. Der Rasen „verbrennt“. Ab wann muss man einschreiten, um das zu verhindern und wie oft eigentlich?

Erste Warnzeichen am Rasen: Die Hitze setzt der Wiese zu

Schon bevor sich das Gras von Grün auf Braun färbt, gibt es erste Anzeichen, dass dem Rasen Wasser fehlt. Nach einer längeren Trockenperiode und anhaltend warmer Temperatur kann man laut dem Magazin Planetopia einen Wassermangel an drei Merkmalen feststellen:

  • Die Spitzen des Grases rollen sich ein.
  • Das Gras verfärbt sich leicht bläulich.
  • Nachdem man über die Wiese tritt, richten sich die Grashalme lange Zeit nicht mehr auf.

Wer dem Rasen jetzt nicht rechtzeitig hilft, der hat ein Problem: Einmal vertrocknetes Gras ist nicht mehr zu retten. Frühzeitiges Bewässern ist also angesagt.

Trockener Rasen: Wie viel Wasser muss man denn gießen?

Die richtige Menge Wasser abzuschätzen ist aber schwierig, denn mehrere Faktoren spielen dabei eine Rolle. Was man vor Augen haben sollte, ist, dass das Gras relativ ebenerdig wurzelt, und man will, dass diese Wurzeln mit Wasser versorgt werden. Deswegen sollte man durch das Gießen den Boden in einer Tiefe von 15 bis 20 Zentimetern befeuchten.

Trinkwasserverschwendung

Man sollte übrigens nicht mit Leitungswasser gießen, sondern das Jahr über genügend Regenwasser in Tonnen sammeln. Vergangenen Sommer gab es in einigen Gebieten in Hessen bereits einen Wassernotstand, Kommunen erließen Verbote für das Verschwenden von Trinkwasser.

Wie viel Wasser man dazu im eigenen Garten ausbringen muss, ist unterschiedlich. Eine Rolle spielen dabei die Bodenbeschaffenheit, also wie gut Wasser aufgenommen und nach unten geleitet werden kann, die Temperatur, also wie viel Wasser verdunstet, bis es in die richtige Lage im Boden vordringen kann, und wie viel Schatten es im Garten gibt. Generell gilt:

  • Am frühen Morgen oder späten Abends zu gießen, verhindert, dass das Wasser gleich wieder verdunstet.
  • Nach dem Gießen mit einem Spaten kontrollieren, ob der Boden in 20 Zentimeter Tiefe feucht geworden ist, hilft, die richtige Gießmenge für den eigenen Garten zu finden.
  • Dass der Garten jeden Tag bewässert werden muss, ist ein Mythos*. Einmal pro Woche bodendurchdringend zu gießen, reicht in der Regel aus.

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