Wissenschaftler bedienen ein Kamarasystem, mit dem man Fische bis in eine Tiefe von 350 Metern aufnehmen kann. FOTO: CLARA HOPPE/DPA
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Wissenschaftler bedienen ein Kamarasystem, mit dem man Fische bis in eine Tiefe von 350 Metern aufnehmen kann. FOTO: CLARA HOPPE/DPA

"Polarstern"-Crew wieder in Bremen

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Nach vier Monaten in der Arktis ist der Großteil der internationalen Crew des zweiten Abschnitts der "Mosaic"-Expedition in Deutschland angekommen. Mit einer Chartermaschine landeten die Teammitglieder von Bord des Forschungsschiffs "Polarstern" am Mittwoch in Bremen, wie das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut mitteilte. Von dort aus sollten sie zurück in ihre Heimatorte weiterreisen. Am Dienstag waren die 73 Wissenschaftler mit dem Versorgungseisbrecher "Kapitan Dranitsyn" im norwegischen Tromsø angekommen.

Die Forscher waren länger in der Arktis als ursprünglich geplant, da die "Kapitan Dranitsyn" im dicken winterlichen Eis nur sehr langsam vorangekommen war. Weil zwischenzeitlich unklar war, wie lange das Schiff bis zur "Polarstern" brauchen würde, war die Stimmung an Bord angespannt, wie Fahrtleiter Christian Haas berichtete.

Hochzeit verschoben

"Die freiberuflichen Eisbärenwächter hatten Angst um ihre Folgejobs", sagte Christian Haas vor dem Abflug nach Bremen. Sie waren für Kreuzfahrtreisen gebucht gewesen. Diese seien wegen der Corona-Krise nun ohnehin gestrichen.

"Die Ereignisse haben sich überschlagen", sagte Haas. Ein Kollege habe wegen der verspäteten Rückkehr seine Hochzeit von Mitte März auf Anfang April verschoben. "Aber Hochzeiten sind jetzt auch nicht mehr das, was sie mal waren", sagte Haas mit Blick auf das Verbot von Zusammenkünften. Unklar ist, wie es mit der derzeitigen Mannschaft auf der "Polarstern" weitergeht, die seit Ende Februar an Bord ist. Wegen der Corona-Krise wurde der nächste Personalwechsel verschoben. dpa

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