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Kurz vor dem Abflug wurde eine Frau mit einem Kind im Handgepäck gestoppt (Symbolbild).

Sie konnte keine Dokumente vorweisen 

US-Amerikanerin mit Kind im Gepäck vor Abflug gestoppt - Menschenhandel?

Eine US-Amerikanerin wurde in Manila am Abflug-Gate gestoppt, weil sie ein Kind im Handgepäck hatte. Sie konnte keine Dokumente vorweisen.

Update vom 6. September 2019:

Die 43-jährige Frau, die einen erst wenige Tage alten Jungen in ihrer Tasche wohl von den Philippinen in ihre Heimat USA fliegen wollte, muss sich nun dafür verantworten. Die philippinische Bundespolizei NBI wirft der US-Amerikanerin Menschenhandel, Kindesmissbrauch und Entführung vor, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Eine Anklage ist noch nicht formell erhoben worden.

Bei der Frau aus dem US-Bundesstaat Ohio handele es sich nicht um die Mutter des Kindes. Diese habe aber einer Adoption zugestimmt, nachdem die beiden Frauen sich über das Internet kennengelernt hatten, sagte die US-Amerikanerin laut Ermittlern aus. Sie sei bereits Mitte August auf die Philippinen gereist und habe die Tage rund um die Geburt mit der Mutter verbracht. Kontakt zu der anderen Frau bestehe derzeit nicht, teilten die Ermittler mit. Die Amerikanerin habe einen nicht unterschriebenen Brief der Mutter vorgelegt, hieß es weiter.

Das Baby war zunächst in die Obhut eines staatlichen Rettungsdienstes gekommen. Nach philippinischem Recht müssen Kinder eine offizielle Erlaubnis dabei haben, wenn sie ohne Begleitung ihrer Eltern das Land verlassen.

US-Amerikanerin mit Kind im Gepäck vor Abflug gestoppt - sie wollte es wohl entführen

Manila - Auf dem Flughafen der philippinischen Hauptstadt Manila ist am Mittwoch eine US-Amerikanerin verhaftet worden, die offensichtlich ein Baby außer Landes bringen wollte. Die 43 Jahre alte Frau wurde nach Angaben der Immigrationsbehörde erst am Abflug-Gate gestoppt, wo sie auf eine Maschine in die USA wartete. Das erst wenige Tage alte Kind - ein Junge, offensichtlich von den Philippinen - hatte sie in einer großen Tasche versteckt, die sie als Handgepäck mitnehmen wollte.

Ein Sprecher der Behörde, Melvin Mabulac, sagte: „Die Frau hat das Kind bei der Kontrolle weder vorgezeigt noch angemeldet.“ Sie habe auch keinerlei Papiere für das Baby dabei gehabt. Die US-Amerikanerin wurde zum Verhör gebracht. Der kleine Junge ist nun vorläufig in der Obhut eines staatlichen Rettungsdienstes. Nach philippinischem Recht müssen Kinder eine offizielle Erlaubnis dabei haben, wenn sie ohne Begleitung ihrer Eltern das Land verlassen wollen.

Philippinen: Babys werden zum Teil illegal nach Europa oder in die USA vermittelt werden

Vermutet wird, dass die Frau das Baby aus dem US-Bundesstaat Ohio mit zu sich nach Hause wollte. Aus Südostasien werden Kinder häufiger zur Adoption in die USA oder nach Europa vermittelt, was teils auch illegal geschieht. Auf den Philippinen ist ebenfalls Menschenhandel ein Problem. Meist sind die Opfer jedoch Mädchen und junge Frauen, die als billige Arbeitskräfte für Privathaushalte oder als Prostituierte ins Ausland gebracht werden.

Im Mai 2019 wollte eine 39-jährigeFrau mit ihrem einjährigen Enkelkind vom Münchner Flughafen in die USA reisen - allerdings ohne die Zustimmung der Mutter. 2006 hatte sich eine Frau aus München mit ihrem Sohn abgesetzt. Es fehlt bis heute jede Spur von beiden. Über beide Fälle hat tz.de* berichtet.

Menschenhandel ist weltweit illegal. Doch die In-vitro-Fertilisation ist weitestgehend erlaubt und ermöglichte nun ein „medizinisches Wunder“: Eine 73-jährige Inderin und ihr 80 Jahre alter Mann wurden nun zum ersten Mal Eltern.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzerks.

dpa

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