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In Polen sind Tausende aus Protest gegen ein Gesetzesvorhaben auf die Straße gegangen, mit dem sich Lehrer für Sexualkundeunterricht an Schulen bis zu drei Jahre Haft einhandeln könnten. Initiiert und vorformuliert wurde die geplante Rechtsänderung laut dpa durch ein Bündnis von Abtreibungsgegnern, das sich den "Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Verdorbenheit" auf die Fahnen geschrieben hat. Dahintersteckt die in Polen sehr einflussreiche katholische Kirche, deren Vertreter sich wieder mal zu Moralaposteln aufschwingen. Dabei haben sich auch in Polen eine ganze Menge katholischer Würdenträger amoralisch und kriminell verhalten. Sie haben Kinder missbraucht, und sie konnten sich fast sicher sein, dass sie nichts zu befürchten hatten. Weil in vielen Fällen sich nicht mal die Eltern für ihre Kinder eingesetzt haben. In dem polnischen Dokumentarfilm "Sag es niemandem" kommen viele Opfer zu Wort. Eine Frau sagt: "Und als er (ein Priester) fertig war, verließ er das Zimmer und tat so, als ob nichts geschehen war. Ich würde ihm gern klarmachen, dass er mit dem, was er getan hat, mein Leben zerstört hat." (bb/Foto: dpa)

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