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Bei dem Unglück am Bahnhof von Neuwied kamen zwei Männer ums Leben.

Misslungene Rettung endet tödlich

Mann möchte anderen vor einfahrendem Zug retten - Kurz darauf sind beide tot 

Zeugen am Bahnhof Neuwied erlebten Freitagnachmittag einen schrecklichen Unfall, als zwei Männer die Kontrolle verlieren. Über die Ursache gibt es bereits eine Vermutung.

Neuwied - Tragischer Vorfall in Rheinland-Pfalz mit zwei Todesopfern. Ein Güterzug hat am Bahnhof in Neuwied zwei Männer erfasst und getötet. Beide Opfer sollen einem Kegelclub angehört haben, sagte Bundespolizeisprecher Stefan Döhn. Mutmaßlich habe Alkohol eine Rolle gespielt. 

Einer sei wohl am Freitagnachmittag auf die Gleise gestürzt, der andere Mann habe ihn retten wollen, dann seien beide trotz einer Notbremsung von dem Zug erfasst worden. „Es ist ein mehr als tragischer Unglücksfall“, ergänzte Döhn. Woher der Kegelclub gekommen war, konnte er vorerst nicht sagen.

Zugdrama in Neuwied: Geschockte Zeugen benötigen Seelsorge

„Etwa fünf bis zehn Reisende waren am Bahnsteig. Sie werden seelsorgerisch betreut“, sagte der Bundespolizeisprecher weiter. Der Bahnhof Neuwied sei gesperrt worden, es sei zu Verspätungen auf der rechtsrheinischen Bahnstrecke zwischen Koblenz und Bonn gekommen. Polizei und Rettungskräfte waren im Bahnhof Neuwied im Einsatz. 

Das Alter der Todesopfer war zunächst nicht bekannt, wie Bild berichtet, handele es sich um 65 und 75 Jahre alte Männer. Dabei habe der Jüngere dem Älteren offenbar helfen wollen, bevor es zum tödlichen Drama kam.

Im Juli stand ein ganzes Dorf in Bayern unter Schock: Ein Landwirt und sein kleiner Enkel waren an einem unbeschrankten Bahnübergang von einem Zug erfasst und getötet worden, wie tz.de* berichtet.

dpa/tz/mm

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