INS NETZ GEGANGEN

  • vonRedaktion
    schließen

Wer hat an der Uhr gedreht?

"Es hat alles reibungslos geklappt." Physiker Dirk Piester ist zufrieden damit, wie die Zeitumstellung in der Nacht von Samstag auf Sonntag über die Bühne gegangen ist. Zur Erklärung: Piester hat die Uhren für die Physikalisch-Technische Bundesanstalt im Blick. Die Behörde in Braunschweig ist für die technische Umsetzung in Deutschland zuständig.

Da wusste Piester bestimmt noch nichts vom Missgeschick der Deutschen Bahn am Münchner Bahnhof: Einige Züge in München hatten laut der Uhren am Gleis eine Stunde Verspätung, wie Handy-Fotos von Reisenden zeigen. In Wahrheit fuhren sie jedoch pünktlich ab. Ein Sprecher bestätigte den Vorfall, zeigte sich jedoch überrascht: "Normalerweise läuft das über eine Mutter-Uhr, bei einigen Uhren hat die Übertragung nicht funktioniert." Ja, die Mutter-Uhr, die hat bestimmt auch in einigen Haushalten nicht reibungslos übertragen. Es soll wieder Menschen gegeben haben, die beim Bäcker vor verschlossenen Türen standen, weil sie die Zeitumstellung verpennt hatten. Oder die am Montag panisch auf die Uhr im Auto schauten und dachten, sie wären eine Stunde zu spät dran - einen Zeitmesser vergisst man immer...

Mittlerweile dürfte aber alles wieder normal und nach Winterzeit laufen. Obwohl das ja eigentlich nur der umgangssprachliche Ausdruck für die normale mitteleuropäische Zeit ist, in der wir uns seit dem Wochenende wieder bewegen. An solchen "Stichtagen" wird immer wieder darüber diskutiert, die Zeitumstellung gänzlich abzuschaffen. Und geht es nach der überwiegenden Mehrheit der Teilnehmer an unserer Online-Umfrage, sollte dies auf jeden Fall passieren: 78 Prozent sind für die Abschaffung, nur 22 Prozent wollen alles so beibehalten, wie es aktuell ist.

Instagram, Twitter und Co.

Die Treppe liegt zwischen zwei Wohnblocks in der New Yorker Bronx, verbindet die Shakespeare Avenue mit der höher gelegenen Anderson Avenue - und ist auf den ersten Blick nicht besonders auffällig. Doch seit diese Treppe zum Schauplatz einer zentralen Szene im zurzeit weltweit erfolgreich im Kino laufenden Hollywood-Film "Joker" wurde, kommen immer mehr Schaulustige. Der weitab der meisten Sehenswürdigkeiten New Yorks gelegene Ort ist schon Hintergrund in zahlreichen Instagram-Posts und Selfies geworden. Manche Besucher und Touristen verkleiden sich Medienberichten zufolge sogar als Joker und tanzen auf den Stufen - ähnlich wie Joaquin Phoenix das im Film als irrer Clown Joker macht.

Nicht jedem Anwohner gefällt das. Einige beklagten sich in den sozialen Medien über die Besucher und die Degradierung ihrer Heimat zum Fotohintergrund. Tja, man kann es halt nicht allen recht machen... Das wird sich auch Donald Trump denken. Der US-Präsident will wieder einmal eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen. Doch seine Geografiekenntnisse erschweren das Ganze. Bei einer Rede verkündete er: "Wir bauen eine Mauer an der Grenze zu New Mexico, und wir bauen eine Grenze in Colorado." Nur: Colorado hat keine gemeinsame Grenze mit Mexiko. "Nun, das ist misslich ... Colorado hat keine Grenze zu Mexiko", twitterte der Gouverneur von Colorado, Jared Polis, am Dienstagabend. "Wie gut, dass Colorado jetzt einen Gratis-Ganztagskindergarten anbietet, damit unsere Kinder die Grundzüge der Geografie lernen können." Vielleicht sollte er den US-Präsidenten einmal zum Unterricht einladen.

Gebloggt

Große Enttäuschung für Teile der Blogger-Szene: Beim Kauf von Beauty- und Hautpflegeprodukten lassen sich deutsche Verbraucherinnen kaum noch von Influencern beeinflussen. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie unter knapp 4 500 weiblichen Konsumenten. Nur neun Prozent der Befragten gaben an, dass die Social-Media-Stars ihre Kaufentscheidung beeinflussen würden. Wichtigste Entscheidungshilfe ist der Befragung nach Werbung im stationären Laden. (dpa/gäd/eb)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare