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Die Queen und der Brexit

Es waren wieder einmal eindrucksvolle Bilder, die uns am Montag aus London erreichten: Mit einer prunkvollen Zeremonie hat Queen Elizabeth II. das Parlament eröffnet. Doch diesmal unter ganz besonderen Vorzeichen: Denn das Regierungsprogramm von Premier Boris Johnson, das die Regentin verlas, soll den Weg in ganz besonders schwierigen Zeiten vorgeben. Am 31. Oktober nämlich möchte Johnson das Königreich aus der Europäischen Union führen. Doch das "wie" ist von entscheidender Bedeutung. Die Verhandlungen mit der EU sind noch einmal intensiviert worden, ein Durchbruch ist allerdings nicht in Sicht.

Knackpunkt ist und bleibt der Backstop, die Frage der Grenzregelung zwischen Irland und Nordirland. Die EU lehnt Grenzkontrollen an der irisch-nordirischen Grenze kategorisch ab. Johnson besteht hingegen auf der Streichung der umstrittenen Backstop-Regelung im von seiner Vorgängerin Theresa May ausgehandelten Brexit-Abkommen und will sein Land notfalls auch ohne Abkommen aus der EU führen.

Aber vielleicht gibt es ja auch überhaupt keinen Austritt. Womöglich kommt doch noch ein neues Referendum. Und die Briten bleiben in der Europäischen Union. Doch im Moment muss man sich eher mit einem Austritt auseinandersetzen - mit oder ohne Abkommen. Die Teilnehmer an unserer Facebook-Umfrage sind mit sehr großer Mehrheit der Meinung, dass es einen No-Deal-Brexit geben wird: 90 Prozent glauben nicht mehr an einen großen Durchbruch bei den Verhandlungen. Zehn Prozent bleiben optimistisch und hoffen auf ein Abkommen in letzter Minute.

Instagram, Twitter und Co.

Schlager-Star Beatrice Egli durfte jetzt die Erfahrung machen, dass man auch mit Schnappschüssen, die auf den ersten Blick harmlos aussehen, gewaltig anecken kann. Die Sängerin postete bei Instagram ein Foto von sich in Griechenland. Schönes Wetter, strahlendes Lächeln - alles gut. Aber nur auf den ersten Blick. Denn Beatrice Egli gibt ihre Konzerte im Moment nicht auf dem Festland, sondern auf einem Kreuzfahrtschiff. Und dieses war auf dem Instagram-Foto auch im Hintergrund zu sehen. "Stars auf See" nannte sich die Kreuzfahrt, an der auch Maite Kelly, DJ Ötzi und Thomas Anders teilnahmen. Einige Follower der Sängerin waren mit dem Ort der Auftritte so überhaupt nicht einverstanden - aus Klimaschutzgründen. "Schön, aber klimatechnisch eine Katastrophe", hieß es da beispielsweise. Und weiter: "Beatrice was unterstützt du da? CO2-Fußabdruck." Doch auf ihre Fans kann sich die Sängerin verlassen. Die verteidigten ihren Star vielstimmig, berichteten mehrere Medien.

Das war wohl nix, Facebook: Die Demokratin Elizabeth Warren ist eine der aussichtsreichsten Bewerberinnen für die US-Präsidentschaftskandidatur - und hat das soziale Netzwerk und seinen Gründer Mark Zuckerberg vorgeführt, wie das "Handelsblatt" schreibt. Ihr Wahlkampf-Team habe absichtlich eine erlogene Anzeige bei Facebook eingereicht, twitterte die Senatorin aus Massachusetts. Der Grund: Warren wollte sehen, ob sie tatsächlich veröffentlicht würde. Facebook hätte die Anzeige sehr kurzfristig akzeptiert. Die Nutzer des sozialen Netzwerks konnten dann lesen: Facebook-Chef Mark Zuckerberg und sein Unternehmen unterstützten die Kampagne zur Wiederwahl von Donald Trump, berichtet die Wirtschafts- zeitung.

Auf Warrens Aktion reagierte Facebook nur per Tweet und erklärte, es sei besser, "die Wähler anstatt die Unternehmen entscheiden zu lassen". Warren antwortete, Facebook müsse sich entscheiden, ob sich das Unternehmen am Geschäft "Desinformation gegen Geld" beteiligen wolle oder nicht.

Gebloggt

Unter wochenendrebell.degeht es auf den ersten Blick um einen Vater und einen Sohn, die einen Lieblingsfußballverein suchen. Das eigentliche Thema aber ist der Umgang des Vaters mit dem Asperger-Syndrom seines Sohnes. Ausgezeichnet unter anderem mit dem Grimme online Award. Podcast und Buch gibt es ebenfalls. (dpa/gäd/eb)

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