Mysteriöse Bootsgräber aus der Wikingerzeit

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(dpa). Norwegische Forscher rätseln über die Verbindung zweier im Abstand von geschätzt 100 Jahren angelegter Bootsgräber aus der Wikingerzeit. Bei Ausgrabungen in Vinjeøra rund 500 Kilometer nordwestlich von Oslo waren die Wissenschaftler auf die Gräber eines Mannes aus dem 8. und einer Frau aus dem 9. Jahrhundert gestoßen, wie der Archäologe Raymond Sauvage vom Museum der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens (NTNU) sagte. Das Kuriose: Das Boot mit der Frau war in das etwas größere Bootsgrab des etwa 100 Jahre zuvor bestatteten Mannes eingelassen. Die Wissenschaftler wollen nun herausfinden, warum die Wikinger so vorgegangen sind. "Das ist eine sehr schwierige Frage, auf die es mehrere Antworten geben kann", sagte Sauvage. Womöglich seien die beiden verwandt gewesen. Dass es sich um Vater und Tochter handele, sei wegen des Zeitunterschieds nicht möglich. Wahrscheinlicher sei, dass es vielleicht Großvater und Enkeltochter sind.

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