Mücke infiziert Mensch mit West-Nil-Virus

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Berlin (dpa). Erstmals ist eine durch Mücken in Deutschland übertragene West-Nil-Infektion beim Menschen nachgewiesen geworden. Mitte August erkrankte ein 70-Jähriger aus Sachsen an einer Gehirnentzündung, das Virus wurde nachgewiesen. Das teilten mehrere Institutionen, darunter das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin, am Freitag mit. Hierzulande war der Erreger bis auf den Fall eines Tierarztes in Bayern, der sich bei der Untersuchung eines Vogels ansteckte, zuvor nur in seltenen Fällen bei Reiserückkehrern nachgewiesen worden.

Der Patient sei nach einer Behandlung in Leipzig inzwischen genesen, hieß es. Er stammt laut sächsischem Gesundheitsministerium aus dem Leipziger Umland. In der Region war der Erreger in den Monaten zuvor bei Vögeln und Pferden nachgewiesen worden, wie es vom RKI hieß. Der 70-Jährige war zuvor nicht ins Ausland gereist.

"Das Risiko weiterer Fälle nimmt derzeit ab, da die Zahl der Mücken im Herbst zurückgeht", erklärte RKI-Präsident Lothar Wieler. In den kommenden Sommern sei jedoch mit weiteren West-Nil-Infektionen zu rechnen. Für Menschen gibt es bislang keinen Impfstoff.

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