Meteorstrom der Leoniden

(dpa). Ein herausragendes astronomisches Ereignis steht in diesem Monat mit dem Merkurtransit am 11. November. bevor Der innerste und kleinste Planet unseres Sonnensystems, der Merkur, zieht vor dem grellen Sonnenball vorüber. Alle vier Monate überholt Merkur die Erde auf der Innenbahn.

Der Merkur wandert fast immer nördlich oder südlich an der Sonne vorbei. Nur in den seltenen Fällen, wenn er beim Überholen gleichzeitig die Erdbahnebene kreuzt, läuft er zwischen Sonne und Erde hindurch, wobei er als winziger, dunkler Punkt vor der Sonnenscheibe erscheint. Einen solchen Vorgang nennt man Merkurdurchgang oder -transit.

Da das Merkurscheibchen fast zweihundertmal kleiner ist als die Sonnenscheibe, ist der Transit mit bloßen Augen nicht zu sehen. Am besten lässt sich der Merkurtransit auf einer Sternwarte verfolgen, die über Geräte zur gefahrlosen Sonnenbeobachtung verfügen. Der nächste Merkurtransit findet erst 2032 statt. In der letzten Novemberwoche ist Merkur in der Morgendämmerung tief am Südosthimmel zu sehen. Auch Mars taucht allmählich am Morgenhimmel auf. Dort sind auch bereits die Wintersternbilder erschienen. Auffallend ist der Orion, Leitbild des Winterhimmels. Gegen 6 Uhr morgens steht er unübersehbar am Südhimmel.

Am Abendhimmel kann man noch Jupiter tief im Südwesten sehen. Gegen Monatsende verabschiedet sich der Riesenplanet davon. Venus beginnt zur Monatsmitte ihre Abendsternperiode. Kurz vor 18 Uhr geht sie jedoch schon unter. Ein schöner Himmelsanblick ergibt sich am 28., wenn die schmale Sichel des zunehmenden Mondes zwischen Venus und Jupiter steht. Das Dreigestirn ist gegen 17.30 Uhr knapp über dem Südwesthorizont zu sehen.

Dritter heller Planet am Abendhimmel ist Saturn. Mit Einbruch der Dunkelheit findet man den Ringplaneten am Südwesthimmel. Bereits am 2. erhält Saturn Besuch von der Sichel des zunehmenden Mondes. Vollmond wird am 12. um 14.34 Uhr erreicht. Die Neumondposition tritt am 26. um 16.06 Uhr ein. Am 7. erreicht der Mond vormittags mit 405 060 Kilometer seine größte Entfernung von der Erde während ihn in Erdnähe am 23. nur 366 720 Kilometer von uns trennen.

Die Sternschnuppen der Leoniden sind von Monatsmitte bis Ende November zu erwarten. In der Nacht vom 17. auf 18. wird der Höhepunkt des Leonidenstroms eintreten.

Am Abendhimmel ist das Himmels-W, die Königin Kassiopeia, hoch über unseren Köpfen zu sehen. Es macht in dieser Stellung eher den Eindruck eines großen lateinischen "M". Weit im Westen ist immer nochdas Sommerdreieck zu sehen. Hoch im Süden erspäht man die Sternbildergruppe Pegasus - Andromeda - Widder - Perseus. Der Pegasus gilt als Leitsternbild des Herbsthimmels.

Die Sonne wandert weiterhin am absteigenden Ast ihrer Jahresbahn. Am 22. passiert sie den Schützepunkt. Die Mittagshöhe der Sonne nimmt um sieben Grad ab, die Tageslänge schrumpft um rund eine Stunde und 20 Minuten.

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