Schwedens Kronprinzessin Victoria und legte vor dem Denkmal in Stockholm Blumen nieder.
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Schwedens Kronprinzessin Victoria und legte vor dem Denkmal in Stockholm Blumen nieder.

36 Menschen sterben bei Verkehrsunfall in China

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Was bewegte den Frauenmörder von Göttingen - war es unerwiderte Liebe? Brutal tötete er seine Bekannte und eine Frau, die dem Opfer helfen wollte. Und dann fragte der Mann mit den zwei Gesichtern besorgt bei der Polizei nach, wie es seinen Opfern geht.

Peking (dpa). Bei einem Verkehrsunfall im Osten Chinas sind 36 Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Ein mit 69 Menschen besetzter Reisebus kollidierte auf einer Schnellstraße in der Provinz Jiangsu mit einem Lastwagen, in dem sich drei Menschen befanden, wie die staatliche Agentur Xinhua unter Berufung auf lokale Behörden am Sonntag berichtete.

Potsdam (dpa). Beim "Potsdamer Oktoberfest" ist am Sonntagnachmittag eine 29-jährige Beschäftigte tödlich verunglückt. Sie sei von einem Fahrgeschäft heruntergefallen, als dieses anfuhr, teilte die Polizei am Sonntagabend mit. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachtes der fahrlässigen Tötung ein. Die Frau, eine Mitarbeiterin des Betreibers, habe auf der Plattform gestanden, sagte der Sprecher. Sie fiel mehrere Meter hinab.

Stockholm (AFP). 25 Jahre nach dem Untergang der Autofähre "Estonia" in der Ostsee haben Schweden und Esten der mehr als 850 Todesopfer gedacht. Bei strömendem Regen legte die schwedische Kronprinzessin Victoria am Samstag Blumen vor dem Denkmal für die Opfer in Stockholm nieder. In Tallinn nahm die estnische Präsidentin Kersti Kaljulaid mit mehreren hundert Menschen an einer Gedenkzeremonie teil. Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven sagte bei der Gedenkveranstaltung mit Überlebenden und Angehörigen der Todesopfer, das Unglück habe das Land erschüttert. Jeder Schwede kenne das Gefühl der Trauer.

Der Überlebende und frühere Abgeordnete Kent Härstedt kritisierte "die Verschwörungstheorien", die zu den Ursachen des Unglücks kursierten und forderte eine unabhängige internationale Untersuchung. "Die Zeit der Gerechtigkeit ist gekommen", sagte Härstedt. Keiner der Verantwortlichen sei bislang zur Rechenschaft gezogen worden, beklagte er.

Die "Estonia" war am 28. September 1994 auf der Überfahrt von der estnischen Hauptstadt Tallinn nach Stockholm bei stürmischer See gesunken. Dabei starben in der Ostsee 852 Menschen, davon 501 Schweden und 285 Esten. Nur 137 Insassen überlebten. Der Untergang der Autofähre gilt als die größte zivile Schiffskatastrophe, seit die "Titanic" 1912 nach dem Zusammenstoß mit einem Eisberg sank. Die Schuldfrage ist bis bis heute ungeklärt.

Die Lochis verabschieden sich

Mit Jubel, Applaus und einigen Tränen haben 7500 Fans am Samstagabend die Youtube-Stars Die Lochis verabschiedet. Die Zwillinge aus Südhessen gaben in der Dortmunder Westfalenhalle ihr letztes Konzert. Sie hatten im Mai angekündigt, nach acht Jahren ihre Youtube-Karriere zu beenden. Im Sommer folgte mit "Kapitel X" das dritte und letzte Album. "Wir wollen heute mit euch die letzten acht Jahre noch mal abfeiern", riefen Die Lochis am Samstag beim Finale ihrer Abschlusstour in Dortmund. Mit 2,7 Millionen Abonnenten auf Youtube gehören sie zu den wichtigsten Social-Media-Stars ihrer Generation. Künftig wollen die inzwischen 20-jährigen Zwillinge Heiko und Roman Lochmann aus Darmstadt sich neuen Projekten widmen. Künftig wollen sie sich mehr auf die Musik konzentrieren. Und die Dreharbeiten für ihren zweiten Kinofilm "Takeover" laufen auch schon. (dpa/Foto: dpa)

Köln/Essen (dpa). Fünf Teenager sind in der Nacht zum Sonntag in ein Kölner Computergeschäft eingebrochen und danach knapp 70 Kilometer mit einem Auto vor der Polizei geflüchtet. Mit Streifenwagen und Hubschrauber verfolgten die Beamten die Flüchtigen rund 69 Kilometer weit von Köln nach Essen, wie die Polizei bestätigte. Erst dort gelang es, das Fluchtauto anzuhalten. Zwei der fünf Jungen im Alter von 12 bis 14 Jahren versuchten in Essen noch, zu Fuß zu entkommen - die Polizei konnte aber schließlich alle Beteiligten festnehmen und mit auf die Wache nehmen.

Bad Lausick (dpa). Ein Elfjähriger ist am Freitagabend im Landkreis Leipzig verschwunden und am nächsten Morgen tot gefunden worden. Seine Leiche befand sich im Schacht eines alten Silos in Bad Lausick. Todesursache und -umstände sind unklar, die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen aber von einem tragischen Unglück aus. "Es gibt keine Anhaltspunkte für eine Straftat", sagte eine Leipziger Polizeisprecherin am Sonntag. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen, auch die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet.

Er lauerte ihr auf, überschüttete sie mit Brandbeschleuniger, zündete sie an und stach mit einem Messer auf sie ein. Eine zweite Frau, die der 44-Jährigen helfen wollte, griff er ebenfalls an. Beide Frauen starben - und all das wohl aus unerwiderter Liebe. Das unfassbare Verbrechen von Göttingen, die spektakuläre Flucht des mutmaßlichen Frauenmörders - dies hat die Menschen in Südniedersachsen aufgewühlt und verängstigt. Der mutmaßliche Täter, ein 52-Jähriger, äußerte sich nicht zu seinen Gewalttaten. Er habe auf den Rat seines Verteidigers von seinem Recht Gebrauch gemacht, zu schweigen, sagte der Göttinger Oberstaatsanwalt Andreas Buick am Sonntag. Göttingens Kripo-Chef Thomas Breyer sagte aber zuvor zum möglichen Motiv des Mannes: "Wir gehen aber davon aus, dass es damit zu tun hat, dass er von ihr wiederholt abgewiesen wurde." Der gelernte Schreiner und Gelegenheitsarbeiter habe sich über längere Zeit um die 44-Jährige bemüht. "Er konnte bei ihr aber nicht landen", sagte Breyer.

Nach der Tat vom Donnerstag und eineinhalbtägiger Flucht wurde der Verdächtige am späten Freitagabend in Göttingen festgenommen - zur Erleichterung vieler. Der 52-Jährige wehrte sich bei der Festnahme vor einem Schnellrestaurant, wie die Polizei mitteilte. Zu der Erleichterung kam allerdings einen Tag später eine bittere Gewissheit: Die schwer verletzte Frau sei im Krankenhaus gestorben, sagte Göttingens Polizeichef Thomas Rath. Die 57-Jährige hatte versucht, dem Opfer - ihrer Kollegin - in höchster Not beizustehen.

Schon sechs Tage vor der Tat hatte der 52-Jährige seinem späteren Opfer Angst gemacht - er kletterte auf den Balkon der 44-Jährigen und warf Gegenstände herunter, wie Buick sagte. Mit ihr gesprochen oder sie bedroht habe er nicht. Die Frau rief die Polizei. Was folgte, waren ein Besuch der Beamten in seiner Wohnung und eine Gefährderansprache. Der Mann habe sich einsichtig gezeigt.

Dass dies eine gefährliche Fehleinschätzung war, zeigte sich wenige Tage später: nach Angaben der Ermittler lauerte der Verdächtige seiner 44 Jahre alten Bekannten auf, goss Brandbeschleuniger über sie und zündete sie an. Als die Frau wegzulaufen versuchte, stach er mit einem Messer auf sie ein. Dann attackierte er die 57-Jährige, die ihrer Kollegin helfen wollte. Ein weiterer Zeuge sei mit einem Feuerlöscher zu Hilfe geeilt - diesen habe der mutmaßliche Täter ihm entrissen und damit auf den Kopf der 44-Jährigen eingeschlagen. Schwer verständlich, dass der Mann nach seiner unvorstellbar brutalen Tat auf der Flucht mehrmals bei der Polizei anrief, um sich nach dem Zustand der Opfer zu erkundigen.

Mehrfach straffäliig

Der Verdächtige war wegen mehrerer Vergewaltigungen in den 1990er Jahren verurteilt worden. Schon damals war klar, wie gefährlich er sein kann. 1994, im dritten Vergewaltigungsprozess, hatte die Anklage neben einer Gefängnisstrafe auch Sicherungsverwahrung gefordert. Der Mann habe nach der Entlassung 2001 aber unauffällig gelebt, sagten die Ermittler. Er war auch nicht zum ersten Mal auf der Flucht: 1995 war er als Häftling bei einem Zeugentermin im Amtsgericht entkommen. Bei der Festnahme dreieinhalb Wochen später leistete er Widerstand und flüchtete. Weil er nach mehreren Warnschüssen nicht stehenblieb, stoppte ein Beamter ihn mit einem Schuss in den Rücken.

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