Meghan und Archie
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Meghan und Archie

Meghan macht den Megxit

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London(jwi). Jetzt ist es wirklich ein "Megxit" geworden. Meghan, die Ehefrau von Prinz Harry, hat Großbritannien verlassen und ist am Donnerstag nach Kanada geflogen. Das Herzogpaar von Sussex hatte am Mittwoch erklärt, sich als Senior-Royals zurückziehen und in Nordamerika leben zu wollen. Das war wenige Tage nachdem sie von einem Urlaub in Kanada ins Königreich zurückgekehrt waren. Jetzt ist Prinz Harrys Gattin zusammen mit Baby Archie wieder auf der anderen Seite des Atlantiks, während der Queen-Enkel allein daheim die Suppe auslöffeln muss.

Denn Harrys und Meghans Ankündigung, in Zukunft nur noch Teilzeit-Royals sein zu wollen, hat im Königreich viel Porzellan zerschlagen. Auch am Freitag dominierte das Thema die Titelseiten aller Zeitungen. Ranghohe Mitglieder der Windsors - sprich: die Queen, Prinz Charles und Prinz William - sind entsetzt und wütend, weil die Entscheidung mit ihnen nicht abgesprochen war. Man fühlt sich überrumpelt. Die Queen hat einen familiären Krisenrat einberufen, und ihre Höflinge arbeiten jetzt zusammen mit dem Mitarbeiterstab von Charles und William unter Hochdruck daran, eine "brauchbare Lösung" zu finden. Das soll, sagte ein Hofbeamter, "Tage, nicht Wochen" dauern.

Es geht vor allem ums Geld. Harry und Meghan hatten betont, "finanziell unabhängige Royals" werden zu wollen. Damit wollen sie sagen: Wir verzichten auf das Einkommen, das wir durch den Sovereign Grant bekommen, also durch die öffentlichen Zuwendungen, die die Apa- nage der Queen ausmachen. Zurzeit ist ihnen als ranghohen Royals verboten, selbst Geld zu verdienen. Bekommen sie aber keine Steuergelder mehr, erlaubt ihnen das eine "finanzielle Autonomie, um extern arbeiten zu können". Indem Harry auf Gelder des Sovereign Grants verzichten will, möchte er sich aus der finanziellen Einbindung lösen und von einem Senior Royal zu einem finanziell unabhängigen Mitglied des Königshauses werden, was ihm neue Freiheiten erlauben soll. Freilich wollen er und Meghan nicht auf die Zuwendungen von seinem Vater verzichten. Die britische Öffentlichkeit findet das nicht gut. In einer Umfrage am Donnerstag unterstützten zwar 46 Prozent der Befragten die Entscheidung, kürzertreten zu wollen, und nur 26 Prozent lehnten dies ab. Aber 63 Prozent, fast zwei Drittel der Briten, denken, dass Harry und Meghan ihre neue Freiheit selbst finanzieren und kein Millionen-Taschengeld von Prinz Charles erhalten sollen. FOTO: DPA

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