Vom Lügdeopfer zum Täter

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Paderborn (dpa). Im Missbrauchsfall Lügde hat am Donnerstag vor dem Landgericht Paderborn ein weiterer Prozess begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft einem 16-Jährigen sexuellen Missbrauch von Kindern vor. Nach Angaben des Gerichts war der Teenager selbst Opfer im Fall Lügde und wurde bei den Ermittlungen als Zeuge vernommen. Dabei schilderte er die ihm jetzt vorgeworfenen Taten. Nach Auskunft eines Gerichtssprechers wurde am ersten Tag nur die Anklage verlesen. Die Verhandlung findet zum Schutz des jugendlichen Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Sein Verteidiger äußerte sich vor dem Auftakt gegenüber Medienvertretern. Sein Mandant sei im Alter von zehn bis 14 Jahren selbst Opfer im Fall Lügde geworden. Im Alter zwischen 14 bis 16 Jahren sei er dann zum Täter geworden.

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