Dana Schweiger, Ex-Frau von Til Schweiger, mit ihrer Autobiografie "Im Herzen barfuß".
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Dana Schweiger, Ex-Frau von Til Schweiger, mit ihrer Autobiografie "Im Herzen barfuß".

Liebevoller Umgang mit Schwächen

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Hamburg (dpa). In Deutschland ist Dana Schweiger vor allem eins: die Ex-Frau von Filmstar Til Schweiger. Doch davon will sich das einstige Model gern freischwimmen. Das tut die 51-Jährige nun mit einem Buch über ihr Leben. "Im Herzen barfuß" heißt es.

Sie habe zuvor schon Anfragen für Autobiografien gehabt und diese abgelehnt. "Das war mir zu privat und ich fand mein Leben auch nicht interessant genug", sagt Dana Schweiger. Nun sei sie jenseits der 50 und ein bisschen reifer, reflektierter und gelassener - und in der Stimmung dafür gewesen.

Ein Mitspracherecht hatten dabei weder ihre vier Kinder noch Til Schweiger. "Das ist mein Leben!", sagt sie resolut. Und wie hat Til auf ihr Buchprojekt reagiert? "Bestimmt hatte er zuerst eine Panikattacke", sagt Schweiger und lacht. "Nein. Ich glaube, er hat viel Vertrauen in mich und weiß schon, dass ich die pikanten Details auslasse."

Es sei nicht ihr Ziel, schmutzige Wäsche zu waschen und mit Til abzurechnen. "Ja, es sind schwierige Zeiten gewesen. Aber ich wollte auch mit Respekt damit umgehen." Sie habe zudem nur das geschrieben, was Til ohnehin bereits öffentlich gemacht habe.

Und so ist in dem Buch zu lesen, dass nicht nur eine, sondern mehrere bedeutungslose Affären ihres Mannes das Ende der Ehe besiegelt hatten. Dennoch spielten sie zunächst weiter das Liebespaar - für ihre Kinder. Ein zwölfseitiges Kapitel ist Dana Schweiger dieser Abschnitt ihres Lebens wert.

In den restlichen zwölf Kapiteln beschäftigt sich das Buch mit ihrer eher armen Kindheit in Seattle, ihren alljährlichen Ferien auf einer Skihütte in Skykomish, ihrer wilden Jugend, ihrer Modelzeit in Asien, ihrer Liebe zu Autos, dem Aufbau der Firma Bellybutton, ihrem stetigen Kampf gegen die Pfunde sowie dem Stress, den man als vierfache - zumeist alleinerziehende - Mutter so erlebt.

Das Lesen des Buches fühlt sich an wie eine Mischung aus Sofagespräch bei Rotwein mit Freundinnen und Klatschzeitschriften-Schmökern beim Friseur oder Arzt. Der Leser erfährt viel aus dem Alltag einer Frau um die 50 und wie sie Beziehungs-, Erziehungs- und Firmenkrisen bewältigt hat. Dabei geht sie liebevoll mit ihren eigenen Schwächen und den Schwächen anderer um und haut niemanden in die Pfanne.

Das Schreiben des Buches habe ihr gezeigt, was im Leben wirklich wichtig ist: "Ich muss irgendwo in mein neues Leben einsteigen. Bislang habe ich das noch nicht so genau gefunden. Aber ich bin glücklich."

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