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Nach tödlichen Schüssen in Kusel: Weitere Details über mutmaßlichen Schützen bekannt

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Von: Katja Thorwarth, Sophia Lother

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In Kusel in Rheinland-Pfalz werden zwei Polizisten erschossen. Vieles deutet darauf hin, dass Wilderei das Motiv für die Schüsse sein könnte.

Update vom Donnerstag, 03.02.2022, 06.30 Uhr: Die saarländische Landesregierung ruft zu einer Schweigeminute für die beiden aus dem Saarland stammenden Polizisten auf, die im rheinland-pfälzischen Kusel im Dienst getötet wurden. Am Freitag um 10 Uhr solle die Schweigeminute ein Zeichen der Solidarität mit der Polizei und den Angehörigen der beiden Opfer sein, erklärte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) in Saarbrücken.

Derweil werden neue Details über den mutmaßlichen Schützen Andreas S. bekannt. Wie der Spiegel berichtet, soll der Tatverdächtige seit Jahren einen Großhandel mit nach aktuellem Stand illegal geschossenem Wild betrieben haben. Ermittler sollen demnach bei einer Durchsuchung von Lagerräumen in Sulzbach (Saarland) tonnenweise verkaufsfertiges, tiefgefrorenes Fleisch sichergestellt haben. Wie der Spiegel weiter berichtet, sollen Verkaufsunterlagen nahelegen, dass Andreas S. zwischen September und Anfang Januar rund 40.000 Euro mit seinen illegalen Geschäften eingenommen haben könnte.

Der zweite Tatverdächtige, der 32-jährige Florian V., bestreitet gemäß seines Anwalts nach wie vor, auf die Polizistin und den Polizisten geschossen zu haben.

Die Verdächtigen, die zwei Polizisten erschossen haben sollen, stammen aus dem Saarland.
Die Verdächtigen, die zwei Polizisten erschossen haben sollen, stammen aus dem Saarland. © BeckerBredel/ Imago

Nach tödlichen Schüssen in Kusel: Höhere Strafen für Angriffe auf Polizisten gefordert

+++ 14.33 Uhr: Nach dem Doppelmord an der Polizeianwärterin und dem Oberkommissar in Kusel haben mehrere Innenminister der Union höhere Strafen für Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten gefordert. „Die Mindeststrafen müssen erhöht werden“, erklärte Sachsens Innenminister Roland Wöller am Mittwoch (02.02.2022) gegenüber Bild TV. Der CDU-Politiker fordert mindestens ein halbes Jahr Haft. In der vergangenen Legislaturperiode seien zwar die Strafen auf bis zu fünf Jahre Haft verschärft worden, Geldbuße als Mindeststrafe reichten jedoch nicht aus. Auch Saarlands Innenminister Klaus Bouillon forderte „deutliche Zeichen“.

Zu mehr gesellschaftlicher Rückendeckung für die Polizei mahnte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU). „Die Polizisten wollen auch wissen, dass wir auch etwas für sie tun“, sagte er. Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU*) forderte ebenfalls mehr Respekt vor der Polizei. „Das sind Männer und Frauen, die jeden Tag und jede Nacht ihren Kopf für unsere Sicherheit hinhalten“, erklärte er. Sie hätten „verdammt nochmal die volle Rückendeckung der politischen Führung aus allen Parteien verdient“.

Nach den tödlichen Schüssen in Kusel fordern Innenminister der CDU/CSU mehr gesellschaftlichen Rückhalt für die Polizei.
Nach den tödlichen Schüssen in Kusel fordern Innenminister der CDU/CSU mehr gesellschaftlichen Rückhalt für die Polizei. © Sebastian Gollnow/dpa

+++ 13.20 Uhr: Um Wilderei zu verdecken, haben zwei Männer in Kusel in Rheinland-Pfalz mutmaßlich eine Polizistin und einen Polizisten erschossen. Das Motiv sorgt auch bei Polizei und Staatsanwaltschaft für Fassungslosigkeit. Die Tatverdächtigen würden psychiatrisch begutachtet, erklärte Oberstaatsanwalt Stefan Orthen bei einer Pressekonferenz am Dienstag (01.02.2022). Erfahrungsgemäß würden sich daraus Ergebnisse ergeben. „Im Moment kann ich ihnen noch nichts dazu sagen, außer dass man fassungslos davor steht, ist das nicht erklärbar.“

Tödliche Schüsse in Kusel: „In der Uniform stecken Väter, Mütter, Kinder - Menschen“

+++ 10.35 Uhr: Die Betroffenheit nach der Tat in Kusel in Rheinland-Pfalz ist weiterhin groß. Viele Menschen sind geschockt. Auch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Lichtenfels (Oberfranken) äußerte sich in einem emotionalen Statement. „Egal ob ehrenamtlich oder hauptberuflich, die Blaulichtfamilie - Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste, THW - alle sehen sich tagtäglich in unserem Land immer wieder mit Gewalt gegen ihre Einsatzkräfte konfrontiert“, schreibt die Feuerwehr auf Facebook.

So sei es auch in der Nacht in Rheinland-Pfalz gewesen, als ein 29-jähriger Polizist und eine 24-jährige Polizistin „auf feigste Art und Weise erschossen wurden.“ Die Feuerwehr möchte sich mit diesem Post solidarisch „mit allen (uniformierten) Einsatzkräften da draußen zeigen, heute insbesondere mit der Polizei Rheinland-Pfalz, aber auch mit den Kolleginnen und Kollegen hier Zuhause von der Polizei Oberfranken.“ Den Familien der beiden getöteten Polizisten spricht die Freiwillige Feuerwehr Lichtenfels ihr tief empfundenes Beileid aus. „In der Uniform stecken Väter, Mütter, Kinder, Geschwister, Freund*innen - MENSCHEN!
Wir fordern: Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte!“, heißt es in dem Post.

Getötete Polizisten in Kusel – Spendenkonto eingerichtet

+++ 7 Uhr: Wie die Polizeistiftung Rheinland-Pfalz am Dienstag bekannt gegeben hat, wurde ein Spendenkonto für die Familien der verstorbenen 24-jährigen Polizistin und dem 29-jährigen Polizisten eingerichtet. Die Angehörigen sollen mit dem Verwendungszweck „Zwei von uns“ finanziell unterstützt werden.

Die Einnahmen sollen zudem auch den Polizistinnen und Polizisten helfen, die in den Vorfall in Kusel involviert waren und zusammen mit den beiden Opfern gearbeitet haben. Darüber berichtet die Saarbrücker Zeitung. Auch die Gewerkschaft der Polizei Rheinland-Pfalz sagte ihre Unterstützung für das Spendenkonto zu. Die Spenden sollen den Familien, aber auch „allen Kolleg:innen bei der Trauerbewältigung helfen, welche unmittelbar ins Geschehen eingebunden waren bzw. mit der Kollegin und dem Kollegen im täglichen Alltag Dienst verrichtet haben“, schrieb die Gewerkschaft in den sozialen Medien.

Nach tödlichen Schüssen auf Polizei: Neue Details zu den Tatverdächtigen veröffentlicht

Update vom 02.02.2022, 04.20 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf eine Polizistin und einen Polizisten in der Pfalz untersuchen die Ermittler am Mittwoch (02.02.2022) weitere Details zu den beiden festgenommenen Tatverdächtigen. Die Behörden wollen unter anderem klären, ob die Männer über Waffenbesitzkarten verfügten, wie die Staatsanwaltschaft in Kaiserslautern mitteilte. Bei der Festnahme der Männer am Montag im Saarland war ein großes Waffenarsenal sichergestellt worden. Die Ermittler wollen auch den rund 150 Hinweisen nachgehen, die zu dem Verbrechen bis zuletzt eingegangen waren.

Seit Dienstag (01.02.2022) sitzen die 32 und 38 Jahre alten Saarländer wegen Verdachts auf gemeinschaftlichen Mord und Wilderei in Untersuchungshaft. Die Ermittler vermuten, dass die Männer Jagdwilderei vertuschen wollten. Der Kofferraum ihres Kastenwagens war demnach voller Wild.

Rheinland-Pfalz: „Wer die Polizei angreift, greift uns alle, die ganze Gesellschaft an“

+++ 16.31 Uhr: Die tödlichen Schüsse in Kusel in Rheinland-Pfalz lösen bundesweit großes Entsetzen aus. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) drückte erneut ihre Trauer und ihr Entsetzen über den Mord an den beiden Beamten aus. „Sie wurden grausam ermordet, um uns zu schützen und uns Sicherheit zu geben“, sagte Dreyer in Mainz. „Sie haben eingestanden für unseren Staat und sie haben mit ihrem Leben bezahlt auf brutalste Art und Weise.“ Dreyer fügte hinzu: „Wer die Polizei angreift, greift uns alle, die ganze Gesellschaft an.“

Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) sagte, „auf sinnlose und brutale Weise“ seien zwei junge Menschen aus dem Leben gerissen worden. „Sie wurden ermordet, weil sie unseren Rechtsstaat, unsere Demokratie verteidigt haben.“ Dreyer und Hering sowie weitere führende rheinland-pfälzische Politiker trugen sich in ein Kondolenzbuch ein.

Tödliche Schüsse auf Polizei: Motiv wohl ermittelt - Verdächtiger legt Teilgeständnis ab

+++ 15.36 Uhr: Neue Wendung im Fall der tödlichen Schüsse auf die Polizei in Kusel in Rheinland-Pfalz. Nun hat einer der Tatverdächtigen im Mordfall an zwei Polizisten ein Teilgeständnis abgelegt. Er habe den Vorwurf der Wilderei eingeräumt, sagte Oberstaatsanwalt Stefan Orthen am Dienstag bei einer Pressekonferenz zum aktuellen Stand der Ermittlungen. Auch seien Schüsse gefallen. Jedoch habe der 32-Jährige bestritten, selbst geschossen zu haben.

Ein 38-Jähriger, der den Ermittlern als Haupttäter gilt, habe von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Die Ermittler gehen davon aus, dass jeder der beiden Beschuldigten geschossen hat. Es seien mindestens zwei verschiedene Schusswaffen zum Einsatz gekommen. Indes sind Freunde und Angehörige der zwei Getöteten tief bestürzt. Die Freunde des in Kusel getöteten Polizisten haben nun auf Facebook emotionale Worte gefunden.

Tödliche Schüsse auf Polizei in Kusel: Ermittler nennen mögliches Tatmotiv

+++ 14.40 Uhr: Noch immer herrscht Bestürzung nach den tödlichen Schüssen auf einen Polizisten und seine Kollegin im Kreis Kusel. Nun haben die Ermittlerinnen und Ermittler der Polizei bei einer Stellungnahme neue Details zum Vorfall in Rheinland-Pfalz genannt.

Offenbar könnte die Vertuschung von Wilderei ein mögliches Tatmotiv sein. Der Ermittlungsrichter gehe davon aus, dass die beiden 38 und 32 Jahre alten Beschuldigten die Tat gemeinschaftlich begangen haben, um die vorangegangene Wilderei zu verdecken, sagte Oberstaatsanwalt Stefan Orthen am Dienstag im Pressestatement. Im Kofferraum des Wagens der mutmaßlichen Täter wurde erlegtes Wild gefunden.

Nach den tödlichen Schüssen auf Polizei in Kusel: „So etwas sollte euch viel öfter passieren“

+++ 12.35 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf zwei junge Polizisten aus dem Saarland haben die Ermittler bei den Tatverdächtigen ein großes Waffenarsenal sichergestellt. Wie am Dienstag aus Sicherheitskreisen verlautete, fand die Polizei bei einer Hausdurchsuchung im saarländischen Spiesen-Elversberg fünf Kurzwaffen, ein Repetiergewehr, zehn weitere Langwaffen, eine Armbrust sowie einen Schalldämpfer und Munition. Die Ermittler gehen den Angaben zufolge davon aus, dass der festgenommene 38-jährige Tatverdächtige Zugang zu den Waffen hatte.

Im Haus des zweiten Tatverdächtigen seien zwei Langwaffen entdeckt worden, hieß es. Der 32-Jährige habe seine Bereitschaft erklärt, auszusagen.

+++ 12.20 Uhr: Noch am Tag der tödlichen Schüsse auf die Polizistin und den Polizisten in der Westpfalz hat ein Mann im nordrhein-westfälischen Hagen zwei Beamte mit den Worten „So etwas wie heute Morgen in Rheinland-Pfalz sollte euch viel öfter passieren“ beschimpft. Nach seiner Anspielung auf den gewaltsamen Tod der Beamten habe er noch hinzugefügt, dass sich die Polizisten dann nicht mehr wie „die Könige der Welt aufführen würden“, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der 39-Jährige war am Montagabend mit einer Streifenwagenbesatzung in Streit geraten - nachdem er sie bei einer Fahrt zu einem Diebstahl-Einsatz behindert hatte.  

Nach den tödlichen Schüssen auf Polizei in Kusel: „So etwas sollte euch viel öfter passieren“

+++ 11.35 Uhr: Nachdem eine Polizistin und ein Polizist bei einer Routinekontrolle erschossen wurden, zeigen sich die Menschen bundesweit erschüttert. So schrieb Innenministerin Nancy Faeser (SPD) auf Twitter: „Unabhängig vom Motiv: Diese Tat erinnert an eine Hinrichtung.“ Doch in der sogenannten „Querdenker“-Szene sorgt die Tat teils für Beifall.

Der Volksverpetzer berichtet, dass ein User in einer „Querdenker“-Gruppe geschrieben habe: „Mitleid hält sich in Grenzen.“ Eine andere Stimme in einer der Gruppen habe geschrieben: „2 weniger bei den Spaziergängen.“ Laut dem Portal heißt es auf Telegram darüber hinaus: „Selber schuld.“ Schließlich solle die Polizei die Bevölkerung schützen und nicht „gegen sie vorgehen“.

Derweil werden die beiden Verdächtigen ab elf Uhr einem Ermittlungsrichter vorgeführt, berichtet der „SWR“. Dann werde entschieden, ob die rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind für eine Untersuchungshaft.

PK um 14 Uhr nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizeibeamte

+++ 10.35 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten in der Pfalz sollen die beiden Tatverdächtigen am Dienstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Das sagte eine Polizeisprecherin in Kaiserslautern. Der Zeitpunkt war zunächst noch unklar.

+++ 08.28 Uhr: Im Fall der tödlichen Schüsse auf zwei Polizisten in der Pfalz wollen sich die Ermittler am frühen Dienstagnachmittag äußern. Voraussichtlich um 14.00 Uhr werde es eine Pressekonferenz von Polizei und Staatsanwaltschaft geben, sagte ein Sprecher am Dienstagmorgen in Kaiserslautern.

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizeikräfte: Noch viele Fragen offen

Update vom Dienstag, 01.02.2022, 04:30 Uhr: Im Fall der tödlichen Schüsse auf zwei Polizisten in der Pfalz sind trotz zweier Festnahmen noch viele Fragen offen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Fahndungsmaßnahmen werden fortgesetzt, weil nach Polizeiangaben nicht ausgeschlossen werden kann, dass es weitere Mittäter gibt. Am Dienstag (01.02.2022) wollen sich die Ermittler in Kaiserslautern zum aktuellen Stand äußern.

Am Montagabend hatte die Polizei zwei Deutsche festgenommen. Zunächst stellte sich ein 38-Jähriger - ein Wildhändler aus dem saarländischen Kreis Neunkirchen - den Behörden, nachdem öffentlich nach ihm gefahndet wurde. Der Verdächtige habe sich über seine Anwältin bei der Polizei gemeldet und sei vor einem Haus im saarländischen Sulzbach festgenommen worden, berichtete ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Zwei Polizisten bei Verkehrskontrolle erschossen: Tatverdächtiger stellt sich

+++ 19.10 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten hat sich der per Fahndung gesuchte 38-Jährige gestellt. Über seine Anwältin habe er sich bei der Polizei gemeldet und sei dann vor einem Haus im saarländischen Sulzbach festgenommen worden, berichtete ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei hatte zuvor bereits seine Festnahme mitgeteilt. Am Dienstag (01.02.2022) soll der Mann dem Haftrichter vorgeführt werden. Er habe zunächst keine Aussage gemacht.

+++ 17.45 Uhr: Nach dem Mord an zwei Polizeibeamten in Rheinland-Pfalz hat die Polizei einen Tatverdächtigen festnehmen können. Dabei handele es sich um den zuvor zur Fahndung ausgeschriebenen 38 Jahre alten Mann aus dem Saarland, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Westpfalz in Kaiserslautern sagte. Der Mann sei im Saarland festgenommen worden.

Polizisten in Rheinland-Pfalz erschossen: Getötete stammen aus dem Saarland

+++ 14.10 Uhr: Die im rheinland-pfälzischen Kreis Kusel erschossenen Polizisten stammten laut dem Saarbrücker Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU*) beide aus dem Saarland. Er habe seinen Innenminister Klaus Bouillon (CDU) gebeten, „als Ausdruck der Trauer und Solidarität die Flaggen im Saarland auf Halbmast zu setzen“, teilte Hans am Montag auf Twitter mit.

Der Regierungschef zeigte sich laut einer Mitteilung seiner Staatskanzlei „zutiefst erschüttert“ und „absolut fassungslos“. Die saarländische Polizei unterstütze ihre Kolleginnen und Kollegen in Rheinland-Pfalz „mit allen Mitteln bei der Aufklärung dieses furchtbaren Verbrechens“. Hans betonte: „Ich bin in Gedanken bei den Angehörigen und wünsche den Familien, Freunden, Kolleginnen und Kollegen viel Kraft in diesen schweren Stunden.“

Rheinland-Pfalz: Getötete Polizisten trugen Uniform

+++ 13.20 Uhr: Die beiden bei einer Verkehrskontrolle in der Pfalz getöteten Polizisten haben Uniformen getragen. Sie seien zwar in einem zivilen Streifenwagen unterwegs gewesen, hätten aber Uniform und Sicherheitswesten getragen, berichtete eine Sprecherin der Polizei in Kaiserslautern.

Derweil plädierte der Kuseler Landrat Otto Rubly (CDU) an die Gegner der Anti-Corona-Maßnahmen*, am Montag im Landkreis auf ihre Protestaktionen zu verzichten. Die Polizeikräfte seien durch die Fahndung nach den Schützen gebunden, daher gebiete es „die Vernunft und die Achtung“, nicht an den angekündigten Montagsversammlungen in Kusel und Waldmohr teilzunehmen.

Vor ihrem Tod riefen die Polizisten über Funk: „Die schießen“

+++ 11.23 Uhr: Mit großer Bestürzung hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser auf den gewaltsamen Tod zweier Polizisten bei einer Fahrzeugkontrolle in Rheinland-Pfalz reagiert. „Unabhängig davon, welches Motiv der Tat zugrunde liegt: Diese Tat erinnert an eine Hinrichtung, und sie zeigt, dass Polizistinnen und Polizisten jeden Tag ihr Leben für unsere Sicherheit riskieren“, sagte die SPD-Politikerin. „Meine Gedanken sind bei den Familien, Freunden und Kollegen der Opfer. Wir werden alles tun, um die Täter dingfest zu machen.“

+++ 11.00 Uhr: Bevor sie durch Schüsse getötet wurden, konnten die Polizistin und der Polizist nach Angaben aus Sicherheitskreisen noch ihre Kolleginnen und Kollegen mit den Worten kontaktieren: „Die schießen.“ Demnach hatten sie davor ihre Kollegen informiert, sie hätten totes Wild im Fahrzeug gefunden. Was der Anlass der Fahrzeugkontrolle auf der um diese Uhrzeit wenig befahrenen Kreisstraße in Rheinland-Pfalz war, blieb zunächst noch unklar. 

Derweil haben Thüringer Politikerinnen und Politiker mit Trauer und Bestürzung reagiert. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke*) twitterte: „Wir trauern um die Polizistin und den Polizisten in Rheinland-Pfalz, die feige im Dienst ermordet wurden!“ Innenminister Georg Maier (SPD*)sprach auf Twitter von einer „hinterhältigen Tat“, die fassungslos mache.

Rheinland-Pfalz: Getötete Polizistin (24) war Studentin

+++ 09.35 Uhr: Die bei einer Verkehrskontrolle im Kreis Kusel erschossene Polizistin war der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zufolge Studentin. Die 24 Jahre alte Polizeianwärterin habe noch an der Hochschule der Polizei studiert, teilte die GdP am Montag mit. Ihr getöteter Kollege war den Angaben zufolge 29 Jahre alt.

Erstmeldung vom Montag, 31.01.2022, 07.51 Uhr: Kusel/Kaiserslautern – Die Fahndung nach den Tätern läuft nach den tödlichen Schüssen auf einen Polizeibeamten und eine Polizeibeamtin im Landkreis Kusel mit Hochdruck. Die rheinland-pfälzische Polizei werde dabei von Kollegen aus dem Saarland unterstützt, sagte eine Sprecherin in Kaiserslautern am Montag.

Im Landkreis Kusel in der Pfalz sind in der Nacht zum Montag zwei Polizisten bei einer Verkehrskontrolle durch Schüsse tödlich verletzt worden. Die Hintergründe des Geschehens seien noch unklar. Es gibt noch keine Angaben zu möglichen Tätern.

Rheinland-Pfalz: Zwei Polizisten bei Verkehrskontrolle erschossen

Die Beamtin und der Beamte der Polizeiinspektion Kusel seien auf einer routinemäßigen Streifenfahrt unterwegs gewesen. Bei einer Verkehrskontrolle auf der Kreisstraße 22 in Ulmet etwa um 4.20 Uhr seien die tödlichen Schüsse gefallen. Die Polizisten hätten noch selbst eine Funkmeldung absetzen können, sagte ein Polizeisprecher. Als die Verstärkung am Tatort ankam, sei es für die 24-jährige Polizistin und ihren 29 Jahre alter Kollegen bereits zu spät gewesen.

Die Kreisstraße 22 ist bei Mayweilerhof und Ulmet voll gesperrt. Die Polizei bittet die Einwohnerinnen und Einwohner, im Landkreis Kusel keine Anhalter mitzunehmen. Mindestens ein Tatverdächtiger sei bewaffnet. Zeugen, die etwas Verdächtiges wahrgenommen haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0631 3692620 mit der Polizei in Kaiserslautern in Verbindung zu setzen. (ktho/dpa/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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