"Klimawandel auf der Überholspur"

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Offenbach(dpa). Nach ersten Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) dürfte 2019 wohl das drittwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 sein. Wie bereits die meisten der vorangegangenen Jahre sei auch das zu Ende gehende Jahr in Deutschland wieder zu trocken, zu warm und mit mehr Sonnenschein als üblich verlaufen, berichtete DWD-Sprecher Andreas Friedrich am Montag nach der vorläufigen Auswertung der Ergebnisse der rund 2000 DWD-Messstationen. "Der Klimawandel ist auf der Überholspur", sagte er. Dies gelte nicht nur für Deutschland - nach internationalen Messergebnissen ist 2019 weltweit wohl das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Temperaturdurchschnitt in Deutschland lag 2019 laut DWD mit 10,2 Grad um 2,0 Grad über dem Wert der Referenzperiode von 1961 bis 1990.

Die Tatsache, dass neun der zehn heißesten Jahre in Deutschland in der Dekade zwischen 2010 und 2019 verzeichnet worden seien, zeige eindeutig: "Das ist kein Zufall." Der DWD-Sprecher sprach von einer "dramatischen Häufung". Das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war 2018 (mittlere Temperatur 10,5 Grad), gefolgt von 2014 (mittlere Temperatur 10,3 Grad).

Im zu Ende gehenden Jahr trugen elf zu warme Monate zu dem Ergebnis bei, nicht zuletzt die extreme Hitze Ende Juli. Noch nie zuvor seien in Deutschland an drei Tagen hintereinander 40 Grad oder mehr gemessen worden. In diesem Sommer war die Temperatur an 23 Messstellen auf 40,0 Grad oder mehr gestiegen. Hitze war aber nach DWD-Angaben nicht das einzige Wetterextrem des Jahres 2019. Wie bereits im Jahr zuvor war gerade der Sommer deutlich zu trocken - auch wenn mit einem bundesweiten Durchschnitt von bislang rund 730 Litern Niederschlag pro Quadratmeter immerhin 93 Prozent des jährliche Regen-Solls erreicht wurden. Zudem war das Jahr 2019 nach den vorläufigen Ergebnissen mit etwa 1800 Stunden Sonnenscheindauer besonders sonnig.

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