Kleiner Fehler, große Wirkung

  • vonDPA
    schließen

Amsterdam (dpa). Der folgenreiche Fehlalarm auf dem Flughafen Amsterdam-Schiphol am Mittwochabend ist offenbar durch ein Missgeschick im Cockpit verursacht worden. Eine Sprecherin der spanischen Fluggesellschaft Air Europa sagte: "Der Fehler ist passiert, als der Kapitän der Maschine einem Piloten in der Ausbildung die Funktion der einzelnen Knöpfe erklärte." Dabei übermittelte er offenbar versehentlich den Code "7500" an die Flugaufsicht. Dieser Code steht im internationalen Flugverkehr für "Entführung".

Der Alarm löste auf Schiphol - einem der größten Flughäfen Europas - einen massiven Polizeieinsatz aus. Dutzende Flüge verzögerten sich, weil ein Teil des Flughafens gesperrt werden musste. Nach rund zwei Stunden teilte Air Europa dann mit, alles sei ein Irrtum, man bitte um Entschuldigung.

Der niederländische Flugexperte Joris Melkert von der Technischen Universität Delft sagte der Zeitung "De Volkskrant", der Code zur Entführung habe den Vorteil, dass der Pilot ihn heimlich eingeben könne. Der Vorfall in Amsterdam zeige zumindest, dass das Sicherheitssystem schnell und gut funktioniere. Später flog die Maschine dann doch noch nach Madrid. Die Kosten des Einsatzes würden der Fluggesellschaft aber nicht in Rechnung gestellt, sagte eine Sprecherin der Gemeinde Haarlemmermeer.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare