Hinweise zum Clan-Milieu

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Berlin/Dresden(dpa). Der spektakuläre Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe Dresden könnte nach einem Zeitungsbericht mit arabischstämmigen Clans in Berlin zusammenhängen. Die Polizei prüfe entsprechende Hinweise aus Berlin, schrieb die "Berliner Morgenpost" (Donnerstag).

Jürgen Schmidt von der zuständigen Staatsanwaltschaft Dresden sagte dazu, die Sonderkommission stehe mit den Berliner Kollegen in Kontakt, um mögliche Parallelen zu dem Diebstahl der 100 Kilo schweren Goldmünze aus dem Bode-Museum 2017 in Berlin abzugleichen. Seit der Tat Ende November hat die Dresdner Polizei 802 Hinweise aus dem In- und Ausland erhalten. 24 davon gingen nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" am Mittwochabend ein, wie ein Polizeisprecher sagte.

Die Täter sollen laut "Berliner Morgenpost" ein hydraulisches Spreizwerkzeug benutzt haben, wie es schon bei Verbrechen in Berlin der Fall war. Mit diesen akkubetriebenen Hydraulik-Spreizern öffnet die Feuerwehr Autotüren, die nach Unfällen verklemmt sind.

Bei einem Überfall auf einen Geldtransporter im September 2018 in Berlin hatten die Täter einen Hydraulik-Spreizer eingesetzt, um die Türen des Transporters aufzubrechen. Vor Gericht stehen deswegen derzeit einige Männer mit Beziehungen zu Clans. Neben dem Einbruchsziel Museum und dem möglichen Einsatz eines Hydraulik-Spreizers gibt es eine dritte Parallele zum Vorgehen von kriminellen Clan-Mitgliedern in Berlin. Das Zertrümmern der Vitrine aus Sicherheitsglas durch brutale Axthiebe erinnert an einen Raubüberfall auf das Luxuskaufhaus KaDeWe 2014.

Gesucht werden jetzt Zeugen, die im Oktober und November rund um das Grüne Gewölbe Fotos machten, auf denen möglicherweise Verdächtige beim Ausspähen zu sehen sind.

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