Hinweis auf Beuteschmuck?

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Tel Aviv/Dresden(dpa). Wirbel um gestohlene Schmuckstücke aus dem Grünen Gewölbe in Dresden: Erstmals seit dem spektakulären Einbruch Ende November soll es einen Hinweis auf Teile des Diebesguts geben. Eine israelische Sicherheitsfirma hat nach eigenen Angaben wertvolle Stücke von Unbekannten angeboten bekommen. Diese hätten in E-Mails neun Millionen Euro für den Bruststern des Polnischen Weißen Adler-Ordens und den "Sächsischen Weißen" verlangt, bestätigte der Geschäftsführer der israelischen Sicherheitsfirma CGI, Zvika Nave, am Freitag.

Die Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) jedoch, zu denen auch das Grüne Gewölbe gehört, zeigten sich überrascht. Von dem angeblichen Sachverhalt habe man keine Kenntnis, erklärte SKD-Sprecher Stephan Adam am Freitag auf Anfrage. Zudem betonten die Kunstsammlungen, die Sicherheitsfirma CGI nicht mit Ermittlungen beauftragt zu haben. "Die Firma hat zu uns auch keinen Kontakt aufgenommen." Die Dresdner Staatsanwaltschaft, zuständig für die Ermittlungen zum Einbruch in das Grüne Gewölbe, wollte die Information prüfen.

Die CGI-Gruppe mit Sitz in Tel Aviv wurde nach eigenen Angaben über eine Anwaltsfirma von Vorstandsmitgliedern des Museums mit der Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen im Grünen Gewölbe beauftragt sowie mit der Untersuchung des Einbruchs. Die Zahlung an die Unbekannten sollte demnach in der Internet-Währung Bitcoin erfolgen. "Alle Informationen wurden in Echtzeit an die Dresdner Staatsanwaltschaft übergeben", sagte Nave. Demnach habe die Firma sechs, sieben E-Mails erhalten.

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