Heuschreckenplage in Ostafrika

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In Ostafrika macht sich die schlimmste Plage von Wüstenheuschrecken seit mehreren Jahrzehnten breit - und könnte Experten zufolge eine Hungersnot auslösen. Schwärme der Insekten fallen seit Monaten über Landstriche in Äthiopien, Kenia und Somalia her. Sie seien "beispiellos in ihrer Größe und ihrem Zerstörungspotenzial", teilte die UN-Landwirtschaftsorganisation (FAO) mit. In der ohnehin armen, von Dürren und Überschwemmungen geplagten Region könne die Plage zu einer Hungersnot führen, warnte Jasper Mwesigwa, ein Analyst beim Klimazentrum der ostafrikanischen Regionalgemeinschaft IGAD.

Der Ausbruch sei "von einer Dimension, die weit über die Norm hinausgeht und die wir seit 25 Jahren nicht gesehen haben", erklärte Daniele Donati, der stellvertretende Leiter der Abteilung für Notfälle bei der FAO. Ein Schwarm in Kenia mit Hunderten von Millionen von Insekten sei etwa 2400 Quadratkilometer groß - fast so groß wie das Saarland. Ein einziger Quadratkilometer der Insekten könne an einem Tag so viel vertilgen wie 35 000 Menschen. Die Lage ist verheerend, weil in Ostafrika ohnehin große Nahrungsmittelunsicherheit herrscht. Fast 25,5 Millionen Menschen haben dort Ocha zufolge nicht genug zu essen. dpa

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