Fluglinie muss Betrunkene nicht mitfliegen lassen

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München (dpa). Eine Fluggesellschaft muss betrunkene Passagiere nicht mitfliegen lassen. Das hat das Amtsgericht München in einem am Freitag veröffentlichten Urteil entschieden. Ein Mann aus Niedersachsen hatte einen Münchner Reiseveranstalter verklagt, weil die Airline sich geweigert hatte, ihn und seine Ehefrau nach einer Pazifikkreuzfahrt von Australien zurückfliegen zu lassen. Die Begründung: Sie seien zu betrunken und damit fluguntauglich. Sie mussten das Flugzeug verlassen und einen neuen Flug für den kommenden Tag buchen - nach Klägerangaben für rund 1750 Euro. Das Geld forderte er vor Gericht nun ohne Erfolg vom Reiseveranstalter zurück, zusätzlich zu 600 Euro Schadensersatz für Umsatzverlust, der ihm als Rechtsanwalt durch den verspäteten Rückflug mindestens entstanden sei.

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