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Etwas bleibt immer zurück

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VM_Pia_130617_4c1_071020_4c_8 © Fnp roessler

von pia rolfs

Wer für die Reise packt, ist meistens krampfhaft bemüht, nichts zu vergessen. Dabei wäre die Erkenntnis realistischer: Irgendetwas bleibt immer zurück.

Spannend ist eigentlich nur die Frage, was letztlich vergessen wird: Im schlimmsten Fall ist es ein Medikament, das dringend benötigt wird. Im mittelschlimmen Fall ein Kleidungsstück, was man im Urlaub wirklich gut hätte gebrauchen können. Und im besten Fall nur die Zahnseide. Außer Konkurrenz läuft hier allerdings das Vergessen von Ehepartnern an der Raststätte, denn das wird je nach Beziehungslage unterschiedlich beurteilt.

Vielleicht ist es ja ratsam für Zerstreute, als kleines Opfer an das Schicksal ganz bewusst etwas Banales zu Hause zurückzulassen, damit man wenigstens gleich weiß, was man vergessen hat. Gerüchteweise bewahrt zwar auch diese Methode nicht unbedingt vor weiterem Unbill.

Aber ein Trost bleibt wenigstens immer zurück: Was man zu Hause ließ, kann am Urlaubsort nicht mehr vergessen werden.

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