Durchbruch nach Säureanschlag

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Haan (dpa). Eineinhalb Jahre nach dem Säureanschlag auf den Energie-Manager Bernhard Günther in Haan bei Düsseldorf haben die Ermittler einen Durchbruch erzielt und einen Verdächtigen festgenommen. Die im September 2018 eingestellten Ermittlungen seien aufgrund anonymer Hinweise wiederaufgenommen worden und hätten zu einem 32-jährigen Mann geführt. Er sei am vergangenen Freitag bei einer Sportveranstaltung in Köln festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Ein Richter des Amtsgerichts Wuppertal habe Haftbefehl gegen den Verdächtigen erlassen, so die Ermittler. Was hinter dem Säureanschlag steckt und wie viele Verdächtige es gibt, wollten die Ermittler aus taktischen Gründen nicht verraten. Es habe sich aber nicht um einen politisch motivierten Anschlag gehandelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Ermittelt werde wegen schwerer Körperverletzung. Der Innogy-Finanzchef war am 4. März 2018 nach dem Joggen in der Nähe seines Wohnhauses in Haan bei Düsseldorf überfallen worden. Zwei Männer warfen ihn zu Boden und übergossen ihn mit Säure. Günther erlitt schwerste Verletzungen.

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