Dramatische Szenen

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Düsseldorf (dpa). Nach der dreimaligen Räumung des Düsseldorfer Rheinbads im Sommer enthüllt ein neuer Bericht der Stadtverwaltung Details zu den ersten beiden Tumulten. Demnach habe vor der ersten Räumung am 29. Juni eine Gruppe von 300 bis 400 Menschen begonnen, das Aufsichtspersonal zu attackieren.

Vor allem der dritte Vorfall hatte eine Diskussion ausgelöst, ob die Räumung gerechtfertigt war. Auf Anfrage der FDP fasste die Stadtverwaltung die Vorkommnisse zusammen. Der Bericht wurde jetzt veröffentlicht.

Der Bericht der Stadtverwaltung schildert dramatische Szenen vom ersten Vorfall am 29. Juni: "Die anwachsende Gruppe (300 bis 400 Personen) fing an, die Mitarbeiter zu attackieren. Die Aufsichtskräfte konnten sich rechtzeitig in den Schwimmmeisterraum zurückziehen." In der Folge seien unter anderem Stühle ins Wasser geworfen und der Sprungturm gestürmt worden. Daraufhin habe man das Bad mithilfe der Polizei geräumt. Auch bei der zweiten Räumung tagsdrauf sollten zunächst fünf jugendliche Störer aus dem Bad geworfen werden. "Dabei hat sich eine Traube von rund 100 Jugendlichen gebildet, die der Polizei folgten und diese beschimpften", heißt es in dem Bericht.

Am 26. Juli kam es im Rheinbad zur dritten Räumung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt noch gegen einen 16-Jährigen, der am besagten Tag eine Schwimmmeisterin beleidigt und bedroht haben soll. Obwohl es an diesem Tag Videoüberwachung gab - eingeführt nach den ersten beiden Tumulten - existieren laut Stadt keine Aufnahmen mehr. Die Bädergesellschaft habe sie aus Datenschutzgründen gelöscht.

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