Deutsche können Stern und Exoplaneten benennen

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(dpa). Noch sind HD 32 518 und HD 32 518-b namenlos. Doch nun sollen der Stern und sein Exoplanet aus dem Sternbild Giraffe richtige Namen bekommen. Der wird nicht einfach festgelegt, sondern Menschen, die in Deutschland wohnen, dürfen darüber abstimmen. Bis zum 20. September konnten unter anderem Schulklassen Vorschläge machen. Fünf von ihnen stellt die Internationale Astronomische Union (IAU) nun zur Auswahl.

Von einem Gymnasium im baden-württembergischen Neckargemünd kommt zum Beispiel der Vorschlag, dass künftig Planet Neri Stern Mago umkreist. Mago ist der Name eines äthiopischen Nationalparks, der auch dem Schutz von Giraffen dient, Neri ist ein Fluss in dem Nationalpark. Grundschüler aus der rheinland-pfälzischen Stadt Simmern (Hunsrück) wünschen sich hingegen, dass Planet Rosenrot Stern Schneeweißchen umkreist.

HD 32 518 ist etwa 400 Lichtjahre von der Erde entfernt und etwa zehnmal so groß wie die Sonne. Er liegt am Himmel in der Nähe des Polarsterns und ist mit dem Fernglas sichtbar. Bis zum 24. November kann über seinen Namen unter dem Link www.exoplanet-benennen.de abgestimmt werden.

Dass Exoplaneten, also Planeten, die einen anderen Stern umkreisen als die Sonne, einen echten Namen bekommen, ist laut der Internationalen Astronomischen Union (IAU) äußerst selten. Neben Deutschland dürfen auch andere Länder je einen Exoplaneten und dessen Stern benennen.

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